Türkei bittet USA um Drohnen für Terrorbekämpfung

Bei einem weiteren Angriff der PKK in der türkischen Hakkari Provinz ist es zu drei Todesfällen und mehreren Verletzten gekommen. Die Türkei hat die USA im Kampf gegen die PKK um die Stationierung einer unbemannten Flugzeugflotte zur Luftraumaufklärung über dem nördlichen Irak gebeten.

An vier verschiedenen Orten kam es am Sonntag im türkischen Semdinli Distrikt in der Hakkari Provinz zu Angriffen durch die PKK. Gemäß dem Gouverneur der Provinz Hakkari, Muammar Türker, wurden bei den Angriffen drei Menschen getötet und zehn verletzt, sieben davon waren Soldaten. Die Ziele waren eine Polizeiwache, eine Einheit der Gendarmerie, die dritte taktische Berg-Gendarmerie Brigade und ein Polizei-Kontrollpunkt. Die türkischen Sicherheitskräfte reagierten sofort auf die Angriffe mit Maschinengewehren und Raketenwerfern und ein dreistündiger Schusswechsel brach aus. Zur Unterstützung der Truppen wurden Helikopter geschickt.

Amerikanische Flugzeuge sollen Kampf gegen PKK unterstützen

Im Kampf gegen die PKK hat die Türkei außerdem die USA um eine Flugzeugflotte von „Predator Drohnen“ für Ziele im nördlichen Irak gebeten. Diese ferngesteuerten Maschinen der US-Luftwaffe wurden zur taktischen Luftraumaufklärung auch schon in Afghanistan, Pakistan, Bosnien, Serbien, Irak, Libyen und im Jemen eingesetzt. Die amerikanische Regierung hat diesbezüglich noch keine Entscheidung getroffen.

Seit 2007 fliegen die Predator Drohnen von irakischen Stützpunkten aus los und die USA teilen die Überwachungsdaten mit der Türkei. Dies ist Teil eines Abkommens zwischen den NATO-Verbündeten im Kampf gegen die PKK. Da sich die US-Streitkräfte Ende des Jahres aus dem Irak zurückziehen werden, müssen neue Stützpunkte für die Flugzeugflotte geschaffen werden, um eine weitere Überwachung des Gebiets zu ermöglichen.

Die bisher genutzten „Heron Drohnen“ aus Israel lehnt die Türkei im zukünftigen Vorgehen gegen die PKK ab, so wie man alle weiteren militärischen Übereinkünfte zwischen der Türkei und Israel ablehne. Der Grund hierfür ist die Weigerung Israels sich für die Tötung von neun türkischen Aktivisten an Bord der Mavi Marmara im vergangenen Jahr zu entschuldigen. Israel habe sich zudem mit der erneuten Lieferung der Drohnen verspätet, nachdem man sie zur Wartung nach Israel gebracht hatte, so der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan.

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