Türkei will härter gegen Kindesmissbrauch vorgehen

Das Abkommen zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch ist offiziell in der Türkei in Kraft getreten. Das Abkommen wurde durch den Europarat eingeführt. Sexuelle Übergriffe auf Kinder werden mit harten Strafen belegt.

Bei der nationalen und internationalen Zusammenarbeit gegen Kindesmissbrauch sollen die Rechte der Opfer von sexueller Belästigung von Kindern geschützt werden. Der ethnische Hintergrund, die Sprache, Religion oder politische Ansichten der Opfer sollen dabei keine Rolle spielen: Jeder unter 18 Jahren zählt als Kind. Der Besitz und das Teilen von Kinderpornographie führt zur Anklage, bei sexuellen Übergriffen auf Kinder werden die DNA-Proben der Täter vom Staat archiviert. Die Länder, die das Abkommen unterzeichnet haben, werden zusammenarbeiten, indem sie Informationen zu Identitätsangaben und DNA der Täter speichern und miteinander teilen.

Der Schutz der Kinder steht an oberster Stelle

Das Abkommen hält fest, dass sowohl das Zwingen von Kindern zu sexuellen Diensten als auch die Inanspruchnahme von sexuellen Diensten durch Kinder und der Etablissements in denen diese arbeiten, als sexuelle Ausbeutung gelten, egal ob das Kind für seine Dienste bezahlt wird oder nicht. Dasselbe gilt für die Produktion, den Verkauf, den Vertrieb, die Ausstrahlung, das Anbieten oder die Beschaffung von pornographischen Videos mit Kindern. Schon der Vorschlag eines Treffens mit sexuellen Absichten einem Kind im Internet gegenüber ist strafbar.

Es wird zudem staatliche Workshops in den Schulen geben, in denen die Kinder lernen sollen, sich vor sexueller Ausbeutung und Missbrauch zu schützen. Das Abkommen verpflichtet den Staat zur Einführung von Notzentren für Opfer. Auch eine Notrufnummer für Kinder, die sexuell ausgebeutet werden, wird eingerichtet. Die Aussagen von Kindern, die sexueller Belästigung zum Opfer gefallen sind, werden von Expertenteams untersucht werden. Bei den Untersuchungen und Prozessen zu sexuellen Straftaten gegen Kinder werden Täter und Opfer getrennt voneinander befragt und die Opfer werden den Prozessen nur über Videokonferenz beiwohnen. Selbst wenn ein Opfer seine Aussage im Laufe eines Prozesses zu Kindesmissbrauch oder sexueller Ausbeutung von Kindern zurückziehen sollte, werden die Untersuchungen damit nicht enden.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.