Basketball-EM: Warum die Türkei ausgeschieden ist

Die Türkei, Vizeweltmeister von 2010, ist in der Basketball-EM über die Zwischenrunde nicht hinaus gekommen. Am Sonntag hatte sie knapp gegen Serbien verloren. Doch woran lag das schlechte Abschneiden der Türken in Litauen? Harun Erdenay, Manager der türkischen Nationalmannschaft, hat sich dazu geäußert.

Im Gegensatz zur Türkei ist die Mannschaft aus Serbien nach dem Spiel gegen die Türkei am Samstag ins Viertelfinale eingezogen. Mit einem hauchdünnen Vorsprung von 68:67 siegten die Serben. Ihr Trainer Dusan Ivkovis sprach von einem schweren Spiel gegen die Türken: „Alle standen unter Druck. Im ersten Viertel haben wir sehr gut gespielt, später hat unsere Offensive nachgelassen. Trotz allem haben wir den Sieg verdient. Unser erstes Ziel, das Viertelfinale, haben wir erreicht.“

Die Türkei ist über die Zwischenrunde nicht hinausgekommen. Und das bedeutet nicht nur das Ausscheiden aus der EM. Da die Türken nicht unter die ersten sechs Mannschaften gekommen sind, werden sie auch nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen können.

Erdenay: Glück und Wille allein reichen nicht

Am 11. September 2010 konnte die Türkei Serbien im Halbfinale der Basketball-WM schlagen. Diesmal waren die Serben die Gewinner. Woran lag das schlechte Abschneiden der Türkei? In den Spielen gegen Deutschland und Serbien konnte das türkische Basketball-Talent Sinan Güler nicht teilnehmen. Doch allein daran kann es nicht gelegen haben, denn schon im Spiel gegen Frankreich am 7. September verlor die Türkei.

Harun Erdenay, Manager der türkischen Nationalmannschaft, meint, Glück und Wille allein würden bei der EM eben nicht ausreichen. Die Türkei habe am Sonntag zwar gut gespielt, das hätte sie jedoch auch schon vorher tun müssen. Er erklärte am Sonntag: „Wenn man bei einem Turnier bis zum letzten Tag wartet, hilft manchmal auch Glück nicht mehr weiter. Wir haben heute gut gespielt und hatten einen starken Willen. Den letzten Angriff haben wir nicht nutzen können und so unsere Chance auf das Viertelfinale verloren.“

Die Niederlage der türkischen Mannschaft liegt laut Erdenay nicht an fehlendem Potenzial. Die Mannschaft habe im Spiel gegen Serbien bewiesen, dass sie gut spielen könne. In den Spielen davor habe sie das allerdings nicht: „Bei den Spielen gegen Deutschland und Frankreich haben wir nicht mit dem gleichen Tempo gespielt. Bei allen Spielen, die wir verloren haben, liegt die Anzahl der vermasselten Freiwürfe immer über zehn. Bei so vielen verworfenen Freiwürfen ist es schwer, im Spiel zu bleiben“, so Erdenay.

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