Explosion in französischem Atomkraftwerk: Ein Mitarbeiter stirbt

Schrecken zum Wochenbeginn: Im Atomkraftwerk Marcoule bei Avignon hat es an diesem Montag eine Explosion gegeben. Ein Mitarbeiter kam dabei ums Leben. Vier weitere Personen wurden verletzt. Ob Radioaktivität in die Umwelt gelangt, ist derzeit noch unklar.

Auf dem Gelände des stillgelegten Atomkraftwerks ist, nach Angaben der französischen Atomaufsicht (ASN), am Montagmorgen ein Ofen für radioaktive Abfälle explodiert. Hierbei sei ein Mitarbeiter zu Tode gekommen sein. Vier Kollegen hätten bei dem Zwischenfall schwerste Verbrennungen erlitten.

Ursache der Explosion im Rhônetal noch nicht bekannt

Ob aus der Anlage, die sich in der Nähe von Avignon im Rhônetal befindet, Radioaktivität austritt, konnte zunächst nicht zweifelsfrei geklärt werden. Erst am frühen Nachmittag war von Seiten der hiesigen Polizei als auch der ASN zu vernehmen, dass bisher offenbar keine Strahlung in die Umwelt gelangt sei. Wie es allerdings zur Explosion kam, ist weiterhin unbekannt. Wie die Sprecherin der Anlage mitteilte, handle es sich um einen Verbrennungsofen für schwach radioaktive Abfälle. Um das AKW wurde eine Sicherheitszone errichtet.

Der staatliche Atomkonzern Areva nutzt die Anlage zur Aufarbeitung abgebrannter Uran-Brennstäbe. In den Öfen wird das Uran-Plutonium-Gemisch MOX hergestellt. Das AKW Marcoule wurde bereits im Jahr 1984 stillgelegt. Deutschlands Nachbar ist derzeit mit 58 Reaktoren der größte Atomstromproduzent in Europa.

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