Dauerkrankheit: Verliert Mourinho die Geduld mit Sahin und Altintop?

Angesichts der anhaltenden Verletzungsmisere der beiden türkischen Neuzugänge Nuri Sahin und Hamit Altintop muss sich Real Madrids Trainer José Mourinho immer wieder rechtfertigen, warum diese bislang noch nicht debütiert haben. Nun macht er die Ärzte des Vereins dafür verantwortlich.

Mourinho hat die Dienstleistungen von „Sanitas“ kritisiert, Spaniens größte Krankenversicherung und seit 2001 offizieller medizinischer Partner von Real Madrid.

„Ein Manager ist kein Arzt“

„Ein Manager ist kein Arzt“, sagte Mourinho laut der spanischen Zeitung „El Pais“ und stellte damit indirekt die Verpflichtung Hamit Altintops in Frage, der vor der Saison ablösefrei von Bayern München zu Real Madrid gekommen war, sich dann aber erst einmal einer Rücken-OP aufgrund eines Bandscheibenvorfalls unterziehen musste. Wie spanische Medien berichteten, kann Altintop frühestens im November wieder mit leichtem Training beginnen.

„Ein Manager ist kein Arzt. Er ist ein Manager. Und er ist nicht für die medizinischen Check-Ups verantwortlich, die bei Neuverpflichtungen vor Vertragsabschluss durchgeführt werden. Der Manager muss wissen, was ein gutes Geschäft ist. Und ein gutes Geschäft ist ein Spieler, ob verletzt oder nicht, der ohne Kosten kommt und dessen Vertrag ausgelaufen ist. […] Wenn du einen guten Spieler wie Altintop verpflichtest, machst du es mit der Garantie der Ärzte, dass es keine Einschränkungen geben wird und dass er seine Funktionen vollständig wird erfüllen können“.

Nuri Sahin lässt sich im Ausland behandeln

Letzte Woche kam zudem durch die spanische Zeitung „Público“ ans Licht, dass sich Nuri Sahin, der zweite türkische Neuzugang, nach Anweisungen Mourinhos außerhalb Spaniens behandeln lässt. Mourinho ist mit der Arbeit der Ärzte in Spanien offenbar nicht zufrieden. Er hat sogar darum gebeten, portugiesische Ärzte einzustellen. Seiner Meinung nach ist es unerlässlich, dass die Ärzte eine absolute Vertrautheit zum Trainer haben. Auch als Trainer Inter Mailands hatte er versucht, ihm vertraute Ärzte nach Italien zu holen.

Sahin war vor Saisonbeginn für rund zehn Millionen Euro vom deutschen Meister Borussia Dortmund zu Real Madrid gekommen. Nachdem er bereits längere Zeit wegen eines Innenbandrisses im rechten Knie hatte pausieren müssen, die er sich bereits im Dress von Dortmund zugezogen hatte, erlitt er dann im Training bei Real Madrid eine Außenbanddehnung im linken Knie, an der er noch immer laboriert.

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