Calciopoli-Affäre: Juve will Mailand nicht in der Champions League

Juventus Turin fordert die UEFA auf, Inter Mailand in dieser Saison aus der Champions League auszuschließen. Nach Berichten italienischer Medien eskaliert dort gerade der so genannte "Calciopoli"-Skandal auf ein Neues. Er hatte die hiesige Fußball-Landschaft bereits 2006 erschüttert.

Zufällig spielen Inter Mailand und der türkische Fußballclub Trabzonspor auch noch in der gleichen Gruppe. Am kommenden Mittwoch sollen die beiden Teams gegeneinander antreten.

Droht Inter das gleiche Schicksal wie Fenerbahçe Istanbul?

Wie die italienische Sportzeitung „Tuttosport“ berichtet, hätten Anwälte von Juve, deren ehemaliger Star-Spieler Michel Platini ist derzeit übrigens UEFA-Präsident, bereits die UEFA angehalten, Inter aus der Champions League auszuschließen. Hintergrund ist der Umstand, dass Juve sich nicht mit der Aberkennung seines Meistertitels 2006 abfinden möchte. Wegen der Liga-Manipulationen ihres damaligen Managers Luciano Moggi hatte damals der italienische Fußballverband (FIGC) den Turinern den Titel aberkannt und stattdessen Inter Mailand zugesprochen. Im Rahmen des Zivilprozesses gegen Moggi und seine Komplizen in Neapel kamen dann allerdings abgehörte Telefongespräche ans Licht, die nach Ansicht von FIGC-Chefankläger Stefano Palazzi beweisen würden, dass auch Inter unerlaubterweise Einfluss auf Schiedsrichter genommen habe. Dem Club könnte, zumindest wenn es nach Rivale Juve geht, deshalb die gleiche Strafe wie erst kürzlich Fenerbahçe Istanbul drohen.

Das türkische Team wurde von der Türkischen Fußball Föderation (TFF) selbst aus dem Verkehr gezogen, um den Sport während der Ermittlungen in einem beispiellosen Spiele-Manipulationsskandal zu „schützen“.

Während des Calciopoli-Skandals, der erstmals 2006 aufkam, sollen in Italien Erstliga-Spiele verschoben worden sein. Derzeit wird der Wett-Skandal gerade vor einem Gericht in Neapel aufgearbeitet. Jetzt gibt es neue Ermittlungen. Ging es bei Calciopoli vor fünf Jahren noch um Spielabsprachen und Beeinflussung von Schiedsrichtern, um die Meisterschaft entsprechend zu entscheiden, stehen diesmal Spielabsprachen, um mit Sportwetten Geld zu verdienen, im Vordergrund.

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