Israel-Konflikt: Kaum Einfluss auf türkische Privatwirtschaft

Die Türkei will die Beziehungen zu Israel einfrieren. Israel kündigte ebenfalls Sanktionen an. Doch die Handelsbeziehungen sind von der Krise zwischen beiden Ländern weniger betroffen als es den Anschein hat.

Experten sind der Meinung, die Auswirkungen der diplomatischen Krise zwischen Israel und der Türkei auf den bilateralen Handel seien nur sehr gering. Seit einem Angriff auf die türkische Gaza-Hilfsflotte „Mavi-Marmara“ wartet die Türkei auf eine Entschuldigung Israels. Nach Ausbleiben dieser folgten eine Reihe von Sanktionen. Anfang September kündigte Israel ebenfalls Maßnahmen gegen die Türkei an. Das Handelsvolumen der ersten sieben Monate von 2011 betrug im privaten Sektor 2,56 Milliarden Dollar. Bis zum Ende des Jahres soll es trotz der Spannungen 4,4 Milliarden erreichen.

Rizanur Meral, Präsident des türkischen Unternehmer- und Industriellenvernbands, erklärte gegenüber der Tageszeitung „Today’s Zaman“: „Diplomatie und Handel beeinflussen sich nicht immer. Natürlich wird es Auswirkungen auf die Handelsbeziehung zu Israel geben, aber ich denke nicht, dass das eine bedeutende Gefahr für beide Länder darstellt.“

Türkei und Israel haben wichtige Investitionen gemacht

Viele Unternehmer sind sich sicher, die Krise werde nicht lange anhalten. Die anhaltenden wirtschaftlichen Beziehungen sprechen dafür. Der Vorsitzende des Unternehmens „Yilmazlar Construction Group“ Ahmet Reyiz Yilmaz hat Milliardenprojekte in Israel. Die israelische Regierung verhalte sich distanziert gegenüber türkischen Firmen. Er könne jedoch keine größeren Probleme im Land bemängeln, so Yilmaz. Auch er ist sich sicher, die Spannungen würden nicht lange andauern: „Die Türkei und Israel haben in beiden Ländern wichtige Investitionen.“

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