Annäherung: PKK-Führer will Entschuldigung von Israel

Nun verlangt auch PKK-Führer Murat Karayilan eine Entschuldigung von Israel. Im Jahr 1999 soll das Land bei der Ergreifung des inhaftierten Anführers Abdullah Öcalan geholfen haben. Die Forderung kommt kurz nachdem Israel angekündigt hatte, sich im Zuge des Konflikts mit der Türkei, auch an die Terrororganisation zu wenden.

Karayılans Forderungen kommen drei Tage, nachdem der israelische Außenminister Avigdor Lieberman weitere Strafmaßnahmen gegen die Türkei angekündigt hatte. Darin kündigte er auch an, sich mit PKK-Führern treffen zu wollen, bei dem diese ihn möglicherweise um militärische Hilfe bitten könnten.

Gegenüber der pro-kurdischen Nachrichtenagentur Firat erklärte Karayılan, dass die PKK eine „prinzipientreue Organisation“  und keine Bewegung sei, die man „gegen einen andere Staat einsetzen“ könne.

Israel half PKK-Führer Abdullah Öcalan zu fassen

Die israelische Tageszeitung Yedioth Ahronoth hatte bereits am vergangenen Freitag berichtet, dass sich der israelische Außenminister in Europa mit PKK-Führern zusammensetze wolle, um mögliche Kooperationen zu diskutieren. Darüber hinaus plane er eine Reihe von weiteren Maßnahmen, um die Türkei zu sanktionieren. Karayılan selbst zeigte sich jedoch skeptisch über derlei Pläne. Falls dem so sei, erklärte er, dann mache Liebermann einen „großen Fehler“. Falls Israel Beziehungen zur PKK aufbauen wolle, dann müsse man sich zuerst beim kurdischen Volk und der PKK dafür entschuldigen, dass man den PKK-Führer mit Hilfe eines internationalen Komplotts gefangen und an die Türkei ausgeliefert habe.

Im Beitrag von Yedioth Ahronoth heißt es weiter, dass Liebermann in Betracht ziehe PKK-Mitglieder zu bewaffnen und auch zu trainieren. Auch das scheint nicht im Sinne Karayılans, der betont, dass die PKK kein solches Training durch Israel nötig hätte. Die PKK hätte selbst weitreichende militärische Erfahrungen, Kompetenzen und entsprechende Kapazitäten.

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