Rede in Kairo: Erdogan fordert eigenen Staat für Palästinenser

In seiner Rede am Dienstag vor der arabischen Liga in Kairo hat der türkische Ministerpräsident Erdogan erneut Israel kritisiert und von den arabischen Staaten Solidarität mit den Palästinensern gefordert.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte seine Nordafrikareise am Dienstag offiziell in Ägypten begonnen, nachdem er am späten Montagabend bei seiner Ankunft bereits von Tausenden Ägyptern am Kairoer Flughafen mit frenetischem Jubel empfangen worden war. Bei einem Treffen der arabischen Liga forderte er laut „Zaman“ eine Lösung für den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern. Der jetzige Zustand dürfe nicht länger andauern. Erdogan betonte, der Konflikt sei „eine Frage der Menschlichkeit“. „Unsere palästinensischen Brüder sollten ihren eigenen Staat haben“, erklärte Erdogan.

Er wiederholte, dass die Türkei die Gaza-Blockade nicht anerkenne und sagte in Bezug auf den Angriff Israels auf die türkische Gaza-Hilfsflotte „Mavi-Marmara“: „Staaten müssen, genau wie einzelne Menschen, für Morde und terroristische Angriffe bezahlen, damit wir in einer gerechteren Welt leben können.“ Die UN hatte die Gaza-Blockade in einem Bericht für legal erklärt. Das sieht Erdogan anders, für ihn habe dieser Punkt des Berichts keine Gültigkeit. Anfang September machte er Aussagen über einen möglichen Besuch in Gaza während seiner Nordafrikareise. Ob dieser stattfinden wird, ist noch nicht klar.

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