PKK-Anhänger belagern Gebäude des Europarats in Straßburg

Eine Gruppe von Demonstranten, die die kurdische Arbeiterpartei PKK unterstützen, haben am Dienstag das Hauptgebäude des Europarats in Straßburg gestürmt. Sie verlangen eine Inspektion des Gefängnisses, in dem ihr Anführer seit mehr als zehn Jahren einsitzt.

Wie die türkische Nachrichtenagentur Cihan berichtet, gelangten etwa 60 Demonstranten in das Gebäude. Dort riefen sie Slogans, in denen sie ihre Sympathie für die PKK und ihren inhaftierten Führer Abdullah Öcalan bekundeten und forderten den Europarat auf, die Situation des auf der Insel  İmralı im Marmarameer Gefangenen zu untersuchen. Seit seiner Verhaftung in Kenia im Jahr 1999 verbüßt er dort eine lebenslange Haftstrafe. Die Demonstranten beschwerten sich darüber, dass Öcalan, der von vielen seiner Anhänger Serok genannt wird, für einige Zeit seine Anwälte nicht sehen durfte. Während des Sitzstreiks, so wird weiter berichtet, sollen die Sicherheitsmaßnahmen im Gebäude nicht erhöht worden sein.

Öcalan wurde am 15. Februar 1999 beim Verlassen der griechischen Botschaft in Kenia vom türkischen Geheimdienst aufgegriffen und in die Türkei gebracht. Noch im gleichen Jahr wurde er wegen Hochverrats, Bildung einer terroristischen Vereinigung, Sprengstoffanschlägen, Raub und Mord zum Tode verurteilt. Später wurde das Urteil jedoch in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt. In der Türkei wurde die Todesstrafe in Friedenszeiten im Jahr 2002 abgeschafft.

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