Lob von Clinton: Türkei verbessert Klima der religiösen Toleranz

US-Außenministerin Hillary Clinton begrüßte das Dekret zur Rückgabe beschlagnahmten Eigentums an nichtmuslimische Minderheiten und die Lockerung des Kopftuchverbots an türkischen Universitäten.

Bei der 13. jährlichen Präsentation des „International Religious Freedom Report“ lobte Hillary Clinton die Türkei für den Ausbau der Religionsfreiheit. „Die türkische Regierung erließ im August ein Dekret, durch das Nicht-Muslime 75 Jahre zuvor beschlagnahmte Kirchen und Synagogen zurückfordern konnten“, erklärte die amerikanische Außenministerin und lobte Erdogans Engagement in diesem Bereich besonders.

Ein Stiftungsgesetz, das auf 1936 zurückgeht, führte bis in die 70er Jahre zur Beschlagnahmung von Eigentum nichtmuslimischer Stiftungen. Immobilien, Friedhöfe und Brunnen sollen nun an ihre ursprünglichen Besitzer zurückgegeben werden. Brüssel kündigte nach Veröffentlichung der neuen Anordnung an, die Durchführung dieser genau zu beobachten.

Clinton: Studentinnen müssen nicht mehr zwischen Religion und Bildung wählen

Die Lockerung des Kopftuchverbots an türkischen Universitäten sei ebenfalls ein Zeichen für mehr Religionsfreiheit in der Türkei. „Das bedeutet Studentinnen müssen sich nicht länger zwischen ihrer Religion und ihrer Bildung entscheiden“, so Clinton in ihrer Rede. In einigen Universitäten ist es Studentinnen seit 2010 erlaubt Kopftuch zu tragen. In Gebäuden des Militärs findet das Verbot weiterhin Anwendung.

Trotz der positiven Entwicklung gäbe es, laut Clinton, noch viel zu tun. Sie betonte, der Report beanstande anti-christliche und anti-jüdische Inhalte in den Medien und antisemitische Literatur in der Türkei.

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