Blitzbesuch in Libyen: Sarkozy und Cameron kommen Erdogan zuvor

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy und der britische Premier David Cameron sind als erster Staatschef und erster Regierungschef nach dem Sturz von Diktator Muammar al-Gaddafi zu einem Besuch in Libyen eingetroffen. Auch der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan plant eine Visite.

Im Vorfeld der Stippvisite in Libyens Hauptstadt Tripolis drang wenig über die Inhalte an die Öffentlichkeit. Auch wenn Sarkozy sein Kommen bereits seit längerem angekündigt hatte. Nun ist er gemeinsam mit seinem britischen Kollegen Cameron angekommen, um sich zu Gesprächen mit der Führung des libyschen Übergangsrats zu treffen. Zuvor besuchten Sarkozy und Cameron ein hiesiges Krankenhaus.

In diesem Rahmen soll es, laut des französischen Finanzministers François Baroin, der von einem „historischen Moment“ sprach, allerdings weniger um Wirtschaftsfragen als vielmehr um den Übergang Libyens in die Nach-Gaddafi-Ära gehen. In erster Linie geht es an diesem Donnerstag also um die Demonstration von Unterstützung durch die beiden Staatsoberhäupter, die von ihren jeweiligen Außenministern William Hague und Alain Juppé begleitet werden.

Großbritannien will 600 Millionen Pfund freigeben

Wie ein Sprecher Camerons am Mittag mitteilte, habe dieser gegenüber dem Übergangsrat angekündigt, dass Großbritannien weitere 600 Millionen Pfund eingefrorener libyscher Gelder freigeben werde. Gleichzeitig warnte er: „Es ist noch nicht vorbei.“

Für den Nachmittag ist auch ein Auftritt in der Rebellenhochburg Bengasi geplant. Fuf dem dortigen „Place de la Liberté“ ist eine Ansprache vorgesehen, zu der rund 30.000 Menschen erwartet werden.

Erdogan trifft am Freitag in Libyen ein

Bereits an diesem Freitag will auch der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan, der aktuell gleich mehrere Länder des arabischen Frühlings besucht, nach Libyen reisen. In Ägypten, der ersten Station, wurde er begeistert empfangen. An diesem Donnerstag ist Erdogan in Tunesien zu Gast. Ein Vertreter der US-Regierung war bereits am vergangenen Mittwoch in Libyen.

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