Erdogan drängt Ägypten: Gas-Exporte nur via Türkei

Der türkische Ministerpräsident Erdogan will eine engere Zusammenarbeit in Energiefragen mit Ägypten. Experten vermuten, er versuche damit der israelischen Kooperation mit Zypern entgegenzutreten.

Während seines Ägyptenbesuchs soll Erdogan zu einer gemeinsamen Kooperation im Energiesektor gedrängt haben. Ägyptisches Erdgas solle über die Türkei nach Europa über die Nabucco-Pipeline exportiert werden. Der Bau der Nabucco-Pipeline wurde 2009 endgültig beschlossen und soll 2013 beginnen.

Die geplante Pipeline soll zentralasiatisches Erdgas aus dem Irak, Aserbaidschan und Turkmenistan über die Türkei, Bulgarien, Rumänien sowie Ungarn bis an den Verteilerstandort in Österreich leiten. Ägypten liefert bereits Erdgas nach Jordanien und Syrien. Die bestehenden Pipelines mit der Nabucco-Pipeline zu verbinden wäre ein Leichtes.

Israel hat ebenfalls ein Pipeline-Projekt mit Zypern gestartet. Auch diese Kooperation soll, wie das Nabucco-Projekt, Erdgas nach Europa exportieren. Die Energiebranche vermutet, Erdogan wolle nun dem israelischen Projekt mit weiteren Erdgasquellen wie Ägypten entgegentreten.

 

 

 

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