Besiktas siegt 5:1 gegen Maccabi – Israelische Spieler ausgebuht

Gelungener Start für Besiktas Istanbul! Maccabi Tel Aviv verlor in Istanbul mit 5:1. Die sprichwörtliche "Höhle des Löwen" war in Istanbul greifbar - als die Israelis kurz vor Anpfiff das Spielfeld betraten, wurden sie besonders heftig ausgebuht.

Um die Buhrufe der Fans zu übertönen, setzten die Offiziellen auf den Einsatz lauter Musik. Ohnehin herrschte während der Begegnung im İnönü stadium in İstanbul ein erhöhtes Sicherheitsaufkommen. Mehr als 5000 Polizeibeamte waren in und um das Stadion herum im Einsatz.

In der Arena selbst befanden sich nur etwa ein Dutzend israelische Fans. Sie wurden durch ein Netz vor möglichen Geschossen gegnerischer Anhänger geschützt. Während des Spiels riefen die türkischen Zuschauer immer wieder „Märtyrer sterben nicht!“. Sie nahmen damit Bezug auf die Ereignisse im Mai 2010 als neun türkische Passagiere des Hilfsschiffes „Mavi Marmara“ bei der Erstürmung durch das israelische Militär ums Leben kamen.

300 pro-palästinensische Demonstranten im Istanbuler Stadion

Neben entsprechenden Slogans sah sich die israelische Mannschaft auch mit rund 300 pro-palästinensische Demonstranten konfrontiert. Sie trugen palästinensische Flaggen bei sich. Im Verlauf des Matches wurde auch ein türkischer Fan gesehen, der eine solche Fahne auf der Tribüne schwang.

Schon im Vorfeld wurde den israelischen Fans, die extra zum Spiel nach Istanbul angereist waren, geraten, nicht zu provozieren. Wie Yair Asher, vom israelischen Reiseveranstalter „Flying Carpet“ berichtet, wurde zum Beispiel empfohlen, die einschlägigen gelben T-Shirts der Fußball-Mannschaft hier besser nicht zu tragen. Trotz einiger Bedenken in puncto Sicherheit, die vor allem von israelischer Seite kamen, ließ sich die Türkei nicht darauf ein, das Match an einem neutralen Ort auszutragen. Immer wieder wurde betont, dass man die Sicherheit der Fans gewährleisten könne. Eine Situation wie 2009 in Ankara, als während des Basketball-Matches zwischen Bnei Hasharon und Turk Telekom die israelische Mannschaft in die Kabine flüchten musste, sollte nicht noch einmal vorkommen.

Am vergangenen Mittwoch hatte Beşiktaş noch einmal eine Warnung in Richtung seiner Fans ausgesprochen. Falls sich diese in irgendeiner Form daneben benehmen würden, drohe auch eine Strafe von der UEFA.

Frühe Führung und haushohe Überlegenheit der Türken

Die Spieler von Besiktas machten auf dem Platz von Beginn an Druck auf  die Mannen aus Tel Aviv. Bereits in der 2. Minute konnte der Ex-Werderaner Hugo Almeida einen Steilpass von Aurelio nutzen und gekonnt über den Torwart ins Tor lupfen. In der 28. Minute war es erneut der Portugiese Almeida, der – diesmal per Kopf – zum 2:0 traf. Der geniale Pass kam hier von Ricardo Quaresma. Nach der Halbzeit konnte Tel-Aviv zwar in der 48. Minute zum 2:1 verkürzen, doch schon zwei Minuten später schlugen die „Adler“ aus Istanbul aus einer Standardsituation mit einem Kopfballtreffer durch Mehmet Aurelio erneut zu. Egemen Korkmaz besorgte – ebenfalls per Kopf – nur drei Minuten später das 4:1. Der für Hugo Almeida eingewechselte Edu setzte in der 88. Minute mit seinem Treffer zum 5:1 den Schlusspunkt. Nach einem Traumpass stand er ganz frei vor dem Tor, schoss aber nicht blind drauf, sondern ließ es sich nicht nehmen, die inzwischen herbeigeeilte Abwehr Maccabis mit einem Schlenzer noch einmal zu täuschen und erst dann zu vollenden.

Hier alle Tor des Spiels:

http://www.youtube.com/watch?v=HcylQyP_7Qc

http://www.youtube.com/watch?v=_TiNUJwiTI4

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