Erdogan ist in Libyen eingetroffen

Am Mittag ist der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan in der libyschen Hauptstadt Tripolis eingetroffen. Sein Besuch folgt einen Tag nach der Visite von Nicolas Sarkozy und David Cameron.

Der Besuch in Libyen ist die letzte Station seiner Reise durch die Länder des arabischen Frühlings. Am Ende seiner Nordafrika-Tour wird er, wie die beiden Staatsmänner am vergangenen Donnerstag, sowohl die Hauptstadt Tripolis als auch die Rebellenhochburg Bengazi aufsuchen. Sarkozy und Cameron, die Hauptarchitekten des Nato-Einsatzes, wurden während ihres Aufenthalts von der Bevölkerung teils frenetisch gefeiert. Nach einem Treffen mit dem libyschen Übergangsrat versprach Mustafa Abdul Jalil, Chef des Übergangsrates, ihnen eine „zentrale Rolle“ beim Wiederaufbau des Landes zu spielen.

Gespräche mit dem Nationalen Übergangsrat und Freitagsgebet

Nach Ägypten hatte Erdogan zuletzt Tunesien besucht. Auch dort sprach er über den politischen Konflikt mit Israel. Bei einer Pressekonferenz mit dem tunesischen Premierminister Esebsi, erklärte Erdogan, dass Israel im Mittelmeer nicht mehr machen könne, was es wolle. Er warnte: Türkische Kriegsschiffe seien jederzeit einsatzbereit.

Bei seinem jetzigen Besuch in Libyen wird sich Erdogan, wie zuvor Sarkozy und Cameron, mit dem Vorsitzenden des Nationalen Übergangsrats Mustafa Abdul Jalil treffen, um über die weitere Zusammenarbeit zu sprechen. Auch die Teilnahme am traditionellen Freitagsgebet sei geplant. Danach bricht er zu einem Besuch in Bengazi auf. Von dort aus tritt Erdogan am Abend dann die Heimreise in die Türkei an.

Seine Visite in Libyen gilt als der erste Besuch eines Regierungschefs aus einem muslimisch geprägten Land seit dem Sturz des Diktators Muammar al-Gaddafi.

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Blitzbesuch in Libyen: Sarkozy und Cameron kommen Erdogan zuvor

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