Libyen: Erdogan lobt säkulare Staaten in der arabischen Welt

Erdogan besuchte nach Tunesien und Ägyten nun auch Libyen. Er sicherte den Libyern türkische Unterstützung in allen Belangen zu und sprach sich für den Aufbau eines säkularen Staats aus.

In Libyen wiederholte Erdogan sein Verständnis von Säkularismus. Bei seiner Rede in Tunesien sei das Wort „Säkularismus“ fälschlicherweise als „Irreligiosität“ übersetzt worden, was zu Missverständnissen in der arabischen Welt geführt habe. Diese versuchte er am Freitag in Libyen aus dem Weg zu räumen. „Individuen können nicht säkular sein. Staaten schon“, so Erdogan. Ein gläubiger Muslim könne durchaus einen säkularen Staat regieren, meint Erdogan. Er betonte, Säkularismus bedeute nicht, ein Feind der Religion zu sein.

Die Menschen in der Türkei wüssten, wie er darüber denke. Gerade deshalb habe er 50 Prozent der Stimmen in der Türkei erhalten können. In den postrevolutionären arabischen Ländern sei es notwendig, viel zu diskutieren, um Säkularismus zu verstehen, appellierte Erdogan an die Libyer. Er wandte sich nach dem Freitagsgebet in Tripolis an das Volk und gratulierte ihnen zu ihren Errungenschaften.

Erdogan verspricht Libyen Unterstützung

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Präsident des Übergangsrats Mustafa Abdul Dschalil versicherte der türkische Ministerpräsident Erdogan der libyschen Bevölkerung in allen notwendigen Bereichen beizustehen. Die Türkei werde Libyen beim politischen, militärischen und wirtschaftlichen Aufbau sowie bei der Entwicklung der Infrastruktur Hilfe leisten. In der Stadt Misrata wolle die Türkei den Bau eines Waisenhauses finanzieren, erklärte Erdogan.

Hier ein Ausschnitt aus seiner Rede:

http://www.youtube.com/watch?v=JkTwQ_SBpjg

Hier das gemeinsame Freitagsgebet in Tripolis:

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