Strauss-Kahn entschuldigt sich für Sex-Affäre

Seit zwei Wochen ist er zurück in seiner französischen Heimat. Jetzt spricht Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn erstmals über die Vorwürfe, die das New Yorker Zimmermädchen Nafissatou Diallo gegen ihn erhoben hatte. Die Geschehnisse bezeichnet er selbst als "moralischen Fehler".

Am vergangenen Sonntag gab der ehemalige Spitzenpolitiker und einstige Konkurrent von Präsident Nicolas Sarkozy das erste Fernsehinterview seit seiner Festnahme in New York im vergangenen Mai. Bei TF1 erklärte er: „Es war ein moralischer Fehler. Ich bin nicht stolz darauf.“ Auf die Frage, was sich am 14. Mai in jenem Hotelzimmer in Manhattan abgespielt haben soll, erklärt er nur soviel: Es habe keinerlei „Gewalt, Zwang oder Aggression“ stattgefunden.

Strauss-Kahn glaubt an eine Verschwörung

Der 63-Jährige bedauert gegenüber Moderatorin Claire Chazal, übrigens eine enge Freundin seiner Ehefrau Anne Sinclair, die „unangemessene Beziehung“, die in seinen Augen ein „Fehler“ gewesen sei. Und noch mehr: „Es war ein Versagen, ein Versagen gegenüber meiner Frau, meiner Kinder und Freunde, aber auch ein Versagen gegenüber dem französischen Volk, das seine Hoffnungen auf einen Wandel auf mich gesetzt hatten.“

Strauss-Kahn will allerdings nicht nur bei sich selbst die Schuld suchen. Er glaubt an eine Falle oder eine Verschwörung und daran, dass das aus Guinea stammende Zimmermädchen gelogen habe. In eine ähnliche Richtung äußerte er sich zu den Vorwürfen der französischen Schriftstellerin Tristane Banon. Sie behauptet, Strauss-Kahn hätte während eines Interviews im Jahr 2003 versucht sie zu vergewaltigen. Er dementiert: Es habe „keinen Akt der Aggression, keine Gewalt“ gegeben.

Wie seine berufliche Zukunft aussehen könnte, dazu könne er im Augenblick wenig sagen: „Wir werden sehen.“ Eine sofortige Rückkehr in die Politik wolle er jedoch nicht. Er muss darüber nachdenken.

Hier das Interview:

http://www.youtube.com/watch?v=S-gjqyJnhXw

Mehr hier:

Dominique Strauss-Kahn ist zurück in Frankreich

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