Berliner Wahl: Keine berauschenden Ergebnisse für Özışık (SPD) und Taskiran (CDU)

Trotz des Verlustes von fast zehn Prozent Stimmenanteil kann sich SPD-Spitzenkandidat İlkin Özışık in seinem Wahlkreis Moabit-Nord/Wedding knapp vor den Grünen behaupten. Der in Kreuzberg Nordost angetretene Ertan Taskiran hingegen wird mit seiner CDU nur drittstärkste Kraft.

Zwar hatte İlkin Özışık, Direktkandidat der Berliner SPD für den Wahlkreis Moabit-Nord/Wedding, im Interview über einen etwas inhaltsleeren Wahlkampf für die Abgeordnetenhauswahl am Sonntag geklagt, der in Berlin ganz auf die Person Klaus Wowereits ausgerichtet war. Doch gereicht hat es für ihn trotzdem – wenn auch ganz knapp. Erst spät in der Nacht zum Montag durfte er aufatmen, als er das Ergebnis erfuhr.

Knapper Sieg trotz zehn Prozent Stimmverlusten

Die SPD wurde mit 29,2 Stimmen stärkste Partei, verlor aber fast zehn Prozent gegenüber der letzten Wahl im Jahr 2006. Damals kamen die Sozialdemokraten hier im Wahlkreis noch auf 38,9 Prozent. Jetzt reichte es nur knapp mit 0,4 Prozent vor den Grünen, die 28,8 Prozent einfuhren und damit zu 2006 ihren Anteil der Stimmen um ganze 11,2 Prozent steigerten.  Die CDU folgt mit 17,0 Prozent auf Platz drei. Die Piraten überraschten mit 12,7. (Weitere hier)

Piratenpartei überrascht alle

Dass die erstmals angetretene Piratenpartei derart stark sein werde, hätten er und seine Genossen so nicht auf der Rechnung gehabt, sagt Özışık im Nachhinein den Deutsch Türkischen Nachrichten. Zwar ist er über seinen Erfolg nun erleichtert und froh, betont den gegenüber aber gleichzeitig die Herausforderungen der Zukunft und seinen Anspruch, vermittelnd tätig zu sein: „Ich möchte nicht nur für die, welche mich unterstützt und gewählt haben, sondern für alle Menschen aus meinem Wahlkreis da sein.“

Auch der türkische CDU-Spitzenkandidat lässt Punkte

Ertan Taskiran, der im Berliner Bezirk Kreuzberg Nordost für die CDU als Spitzenkandidat angetreten war, kann nicht ganz so zufrieden auf sein Wahlergebnis schauen. Mit 10.1 Prozent ist seine Partei im Wahlkreis nur drittstärkste Partei und verliert 4,2 Prozent gegenüber der letzten Wahl vor fünf Jahren. Stärkste Partei sind hier die Grünen mit 36,9 Prozent, die im Vergleich zu 2006 sogar noch um 3,4 Prozent zulegen konnten. Aber auch die SPD musste in Kreuzberg Nordost herbe Verluste hinnehmen. Sie kommt auf 20,4 Prozent – 9,2 Prozent weniger als 2006! Die Piraten erreichten 12,0 Prozent. Die Partei Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit (BIG) kommt immerhin auf 4,2%. (Weitere hier)

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