Aufregung in Augsburg: Tiger streifte angeblich durch Siebentischwald

Um einen Scherz, davon war Polizeisprecher Hieronymus Schneider ausgegangen, soll es sich nicht gehandelt haben. In der Nähe einer Minigolfanlage im Augsburger Siebentischwald soll ein frei herumstreifender Tiger gesichtet worden sein. Erst nach einer Stunde gab es Entwarnung.

Gleich mehrere Streifenwagen befanden sich am Montagnachmittag im Einsatz, um das gefährliche Raubtier ausfindig zu machen. Darunter befand sich auch ein Veterinär-Mediziner, der ein Betäubungsgewehr bei sich trage. Die Beamten mahnten die Anwohner unterdessen zur Vorsicht.

„Wir haben die Mitteilung von drei verschiedenen Personen bekommen“, betonte Schneider zunächst den Ernst der Lage. Das Areal, in dem das Tier gesichtet wurde, befindet sich in der Nähe des hiesigen Zoos. Woher der Tiger stammen könnte, war zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Weder im Tierpark – dort lebt lediglich der zwölf Jahre alte Sumatratiger „Jacques“ – noch im Bestand zwei in der Gegend gastierender Zirkus-Truppen war ein Tier abtrünnig.

Tatverdächtige müssen Polizeieinsatz wahrscheinlich bezahlen

Dann, nach einer Stunde und einem Großeinsatz der Polizei, sieben Streifen waren neben Feuerwehr und Polizeihubschrauber unterwegs, kam die Entwarnung. Der Polizeisprecher verteidigt das Vorgehen: „Die Anrufe kamen von mehreren verschiedenen Anschlüssen, die Meldungen waren klar und deutlich. Deshalb mussten wir von einer Ernsthaftigkeit der Anrufer ausgehen.“

Mittlerweile wurden die Anrufe geortet und die Daten ausgewertet. Gegen die drei Tatverdächtigen wird laut „Augsburger Allgemeine“ jetzt ermittelt: „Ihnen drohen strafrechtliche Konsequenzen. Außerdem werden sie den Großeinsatz vermutlich  bezahlen müssen.“

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