Gül nach Bombendrohung: Keine Zugeständnisse an Terroristen!

In Berlin wurde Staatspräsident Abdullah Gül von der türkischen Innenpolitik eingeholt: Wegen einer Bombendrohung begann sein Auftritt an der Humboldt Universität mit großer Verspätung – und vor ausgewähltem Publikum.

Gespannt waren am Montag um 17.30 Uhr hunderte Studenten und Journalisten in das Audimax der Berliner Humboldt-Universität gekommen, um den türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül zu hören. Er sollte um 18 Uhr dort zu den deutsch-türkischen Beziehungen sprechen. Schon eine halbe Stunde vor der Veranstaltung wurde der Saal wegen Überfüllung geschlossen.

Vor der Türe kam es jedoch zu Tumulten. Dabei gab es auch eine kleine Demonstration von PKK-Anhängern, die sich vom Bebelplatz zur Universität begeben hatte. Aus einem Lautsprecher war zu hören, dass Gül in Berlin nicht willkommen sei. Die AKP wurde ebenfalls geschmäht.
Danach ging von einem anonymen Anrufer eine Bombendrohung ein. Die Polizei ließ darauf den Saal räumen. Um etwa 19 Uhr wurde den teilnehmenden Journalisten mitgeteilt, dass man nun doch versuchen wolle, die Veranstaltung durchzuziehen.

Dies geschah dann auch: Allerdings waren nur noch Journalisten zugelassen. Gül benutzte dann die Ereignisse, um einmal mehr ein klares Bekenntnis gegen jede Form von Terror abzugeben. Er sagte: „Wir werden keine Zugeständnisse machen. Wenn man einmal auf Terror hin Zugeständnisse macht, gibt es kein Zurück mehr. Das wird niemals der Fall sein.“

Im Hinblick auf einen möglichen Zusammenhang mit dem Kurdenproblem sagte Gül: „Es gibt viele Kurden, die mit uns sympathisieren und nicht mit der Terrororganisation PKK.“

Gül meinte, dass es immer wieder Kräfte gebe, die versuchten, das demokratische System zu missbrauchen. Er sagte, dass der kurdische TV-Sender Roj TV seit den frühen Morgenstunden versucht habe, Teilnehmer für die Demonstration zusammenzutrommeln. Es hätten sich jedoch nur 30 bis 40 Personen eingefunden. Deswegen hätten die Demonstranten versucht, seinen Vortrag mit einer Bombendrohung zu sabotieren.

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