Notarzt: „Conrad Murray sagte, dass es Michael Jackson gut geht“

Der plötzliche Tod des "King of Pop" im Sommer 2009 hat unter Fans, Freunden und Familie eine Schockwelle ausgelöst. Noch immer ist nicht abschließend geklärt, was sich in den letzten Stunden im Leben von Michael Jackson zugetragen hat. Am 26. September soll nun der Prozess gegen seinen einstigen Leibarzt Dr. Conrad Murray beginnen. Noch vor dem ersten Verhandlungstag kommen immer neue Details ans Licht.

Jetzt hat sich der Notarzt zu Wort gemeldet, der vor zwei Jahren nach dem Ruf eines Wachmanns als einer der ersten vor Ort gewesen war. Er behauptet, dass Dr. Murray ihm gegenüber erklärt hätte, dass es Jackson gut gehe, während er bereits tot in seinem Bett gelegen haben muss. Das geht aus Dokumenten hervor, die beim zuständigen Gericht in Los Angeles eingereicht wurden.

Murray hat Wiederbelebungsmaßnahmen falsch durchgeführt

Demnach erklärte Richard Senneff, dass Conrad Murray, der wegen fahrlässiger Tötung und fehlender medizinischer Betreuung angeklagt ist, ihm mitteilte: „Er hat keine Probleme. Es geht ihm gut. Er hat die ganze Nacht geprobt. Ich behandele ihn wegen Dehydratation.“ Auch die Frage, ob Jackson irgendwelche Medikamente zu sich genommen hätte, habe der Leibarzt zunächst verneint. Erst später habe er zugegeben, ihm doch etwas Lorazepam zum Einschlafen verabreicht zu haben. Außerdem hätte der Angeklagte die Wiederbelebungsversuche auf dem Bett vorgenommen und Jackson nicht auf den Boden gelegt, wo das Ganze einen weitaus besseren Effekt gehabt hätte. Weiter behauptet der Notarzt, dass er auch gesehen haben will, wie Murray Flaschen aus dem Raum, in dem Michael starb, entfernt hat.

Auf der anderen Seite gibt es laut einem Insider, der sich gegenüber dem “Daily Mirror” geäußert hat, nun neue Erkenntnisse, die belegen sollen, dass Jackson die letzte Dosis nicht gespritzt bekommen, sondern diese selbst getrunken haben soll. Demnach wurden 0,13 mg Propofol in Michael Jackson Magen gefunden. Die Verteidigung könne sich diesen Umstand nicht erklären, belege für sie aber die Sucht des einstigen Stars.

Conrad Murray bestellte über 250 Flaschen Propofol

An einer Überdosis des Betäubungsmittel war er letztlich verstorben. Eigentlich wird das Medikament bei Operationen eingesetzt. Jackson wurde es verabreicht, um seine schweren Schlafstörungen zu behandeln. Wie dem Gericht mittlerweile auch bekannt ist, hat Murray in den letzten drei Monaten vor dem Tod Jacksons am 25. Juni ganze 255 Flaschen Propofol bestellt und sie ihm für zwei Monate an sechs Abenden in der Woche gegeben.

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