Bombenexplosion in Ankara: Polizei spricht von Terroranschlag

Bei einer Bombenexplosion in der türkischen Hauptstadt Ankara sind am Dienstag mindestens drei Menschen getötet und über 30 zum Teil schwer verletzt worden. Zu den Hintergründen der Tat gibt es bislang keine Erkenntnisse.

Die Meldungen überschlugen sich nach der Explosion am Vormittag in Ankara im Minutentakt. Quellen berichteten zunächst von zwei Toten und mehreren Verletzten, andere Berichte wiederum sprachen nur von mehreren Verletzten. Zunächst war nicht einmal klar, was als Ursache der Explosion in Betracht gezogen werden konnte. Gingen einige sofort von einem Terroranschlag aus, sprachen anderslautende Quellen von einer Gasexplosion.

Nun, einige Stunden später, steht fest, dass es sich um einen Terroranschlag handelt. Drei Menschen sind bei der Explosion einer Bombe vor dem Gebäude des Gouverneurs des Bezirks Cankaya unweit des Gebäudes des Premierministers ums Leben gekommen. 34 Menschen wurden verletzt, drei von ihnen schwer. Angehörige der Verletzten bitten über soziale Netzwerke um Blutspenden. Die Bombe war laut Polizeiangaben in einem parkenden Kleinbus versteckt und wurde aus der Nähe manuell gezündet. Dies bestätigte auch der stellvertretende Ministerpräsident Bülent Arinc.

Zwei Männer und eine Frau, die in Verdacht stehen, mit dem Terroranschlag in Verbindung zu stehen, wurden inzwischen von der Polizei inhaftiert. Die Frau soll, bei ihrer Festnahme kurz nach der Explosion, lautstark Parolen gerufen haben. Ein Bekennerschreiben existiert bislang nicht. Die Staatsanwaltschaft in Ankara geht definitiv von einem Terroranschlag aus. Premier Erdogan, der sich derzeit in New York aufhält, wollte sich bislang nicht festlegen. Er sagte, noch gebe es keine klaren Beweise, wer hinter der Explosion stecke.

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