Erdogan stoppt Gespräche mit Syrien

Der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan hat das Ende der Gespräche zwischen der türkischen Regierung und dem syrischen Regime bekannt gegeben. Als Grund nannte er nun unter anderem mangelndes Vertrauen.

Nach einem Treffen mit US-Präsident Barack Obama in New York am vergangenen Dienstag erklärte Erdogan: „Ich habe die Gespräche mit der syrischen Regierung abgebrochen. Wir haben uns niemals gewünscht, an diesen Punkt zu kommen, aber diese Führung hat uns leider zu dieser Entscheidung gezwungen.“ Die Türkei habe, so Erdogan weiter, zu Syrien „kein Vertrauen mehr“. Der türkische Premier äußerte auch seinen Unmut darüber, dass das Regime von Baschar al-Assad eine „düstere Propaganda“ gegen die Türkei begonnen habe. Dies sei wirklich „widerlich“.

Vorbereitungen von Sanktionen gegen Syrien mit den USA

Darüber hinaus kündigte der Premier an, dass die Türkei nun Sanktionen gegen das syrische Regime aussprechen würde. Die Vorbereitungen dazu würden gemeinsam mit den USA geschehen. Grund hierfür sei die anhaltende Gewalt, die Damaskus gegen die Regierungsgegner anwenden würde.

Seit Beginn der Unruhen Mitte März dieses Jahres hat die Türkei wiederholt versucht, die Gewalt im Land des einstigen engen Verbündeten mit diplomatischen Mitteln zu beenden. Ohne Erfolg. In den vergangenen sechs Monaten sind bisher mehr als 2600 Menschen ums Leben gekommen. Die überwiegende Mehrheit waren Zivilisten. Erst an diesem Mittwoch wurden erneut sechs Menschen von syrischen Truppen getötet.

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