Ankara weist Vergewaltigungsvorwurf von syrischen Frauen in Flüchtlingscamps zurück

Syrische Medien meldeten am Dienstag, in den Flüchtlingslagern der Türkei seien syrische Frauen vergewaltigt worden. Eines der Opfer berichtete im syrischen Fernsehen von den Übergriffen. Die Türkei hält das für reine Propaganda.

Der syrischen Nachrichtenagentur „SANA“ gegenüber hätten Frauen, die aus dem Flüchtlingslager in Hatay in ihre Heimat Syrien zurückgekehrt waren, von den Übergriffen bewaffneter terroristischer Gruppen und einiger Türken erzählt. „Fatima“, eines der mutmaßlichen Opfer, erzählte im syrischen Fernsehen von ihrer Vergewaltigung.

Das türkische Außenministerium wehrt sich vehement gegen die Vorwürfe: „Die Menschen in den Lagern haben in der Türkei aufgrund ihrer Ängste und schlechter Erlebnisse in Syrien Zuflucht gesucht.“ Die Aufgabe der syrischen Regierung sei es gewesen, die Gründe für die Flucht ihrer Bevölkerung aus dem Weg zu räumen.

Offizielle der UN und Syriens hätten bei vielen Gelegenheit erwähnt, die Verantwortlichen in den Flüchtlingslagern in Hatay würden ihre Aufgaben so gut wie nur möglich erfüllen, so die Stellungnahme des türkischen Außenministeriums. Das Ministerium kündigte außerdem an, die Anschuldigungen zu untersuchen. Dazu müsse die syrische Regierung die Identitäten der mutmaßlichen Opfer preisgeben. „Fatima“, die während des Interviews unkenntlich gemacht wurde, müsse erneut befragt werden. Ministerpräsident Erdogan, der sich zurzeit in den USA befindet, sprach in diesem Zusammenhang gegenüber US-Präsident Obama von gezielter Propaganda.

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