Ahmadinedschad brüskiert UNO: Delegationen verlassen den Saal

Irans Präsident Ahmadinedschad hat mit seiner Rede vor den Vereinten Nationen am Donnerstag in New York erneut bewiesen, dass er sich weiter auf dem Kriegspfad gegen den Westen befindet. Aufgebrachte amerikanische und europäische Delegationen, darunter die deutsche, verließen daraufhin den Saal.

Der iranische Führer beschuldigte die USA, die „mysteriösen“ Ereignisse des 11. September nur als „Vorwand“ benutzt zu haben, um in Afghanistan und den Irak einzumarschieren. Zudem wiederholte er bereits früher gemachte Äußerungen bezüglich seines Zweifel an der Existenz des Holocausts und kritisierte die USA, Osama bin Laden getötet zu haben, anstatt ihn vor Gericht zu bringen.

So sagte er etwa, die europäischen Länder würden den Holocaust nur als Vorwand benutzen, um „Lösegeld für die Zionisten“ zu bezahlen. Die „teuflischen“ Ziele des Westens seien die Ursache von Kriegen und der Finanzkrise, wetterte Ahmadinejad. Des Weiteren seien „die, die sich freiheitliche Demokratien nennen“, seiner Ansicht nach die „Wurzel des Bösen“ und die „Sklavenmeister und Kolonialherren von damals“. Daraufhin verließen mehrere Delegierte aus den USA, Europa und weiteren Ländern demonstrativ den Saal.

„Herr Ahmadinedschad hatte die Möglichkeit, die Hoffnung seines Volkes auf Freiheit und Würde zu thematisieren, aber stattdessen wiederholte er seine abscheulichen antisemitischen Beleidigungen und seine verabscheuungswürdigen Verschwörungstheorien“, sagte Mark Kornblau, Sprecher der US-Gesandtschaft.

Die deutsche Delegation sagte in einer Erklärung, sie protestiere mit dem Verlassen des Saales gegen die „rohen, anti-amerikanischen, anti-israelischen und anti-weslichen Tiraden des iranischen Präsidenten“. Außenminister Westerwelle hatte selbst von vornherein nicht an der Rede teilgenommen.

Bereits vor einem Jahr hatte Ahmadinedschad behauptet, die USA habe die Ereignisse des 11. September selbst angezettelt udn damit ähnliche Reaktionen provoziert.

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