Muslime treffen den Papst: „Ein wichtiges und wohltuendes Zeichen“

Nach dem Treffen mit Papst Benedikt XVI. sieht der Koordinierungsrat der Muslime die Weichen positiv gestellt für eine Fortführung des muslimisch-christlichen Dialogs.

Der Koordinierungsrats der Muslime in Deutschland (KRM) hat nach dem Treffen mit dem Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche Papst Benedikt XVI. am Freitag den Geist der Begegnung außerordentlich gelobt. Er sehe nach dem Gespräch mit dem Papst in der Apostolischen Nuntiatur in Berlin eine große Chance, dass der muslimisch-christliche Dialog weiter an Fahrt zunimmt, heißt es in einer Stellungnahme vom Vormittag.

Des Weiteren dankte KRM-Sprecher Aiman Mazyek dem Papst dafür, dass er in aller Deutlichkeit diesem Dialog einen solchen Stellenwert einräume. Dies sei ein „wichtiges und wohltuendes Zeichen“, so Mazyek.

Die anwesenden KRM-Mitglieder hätten dem Papst versichert, dass sein beherztes Eintreten für die Freiheit des Glaubens und Religiosität Unterstützung findet, denn die Muslime würden dies ebenso als Kernelemente einer modernen und pluralen Gesellschaft ansehen, heißt es weiter in dem Text. Alle Gesprächspartner hätten betont, dass Christen und Muslime zukünftig noch deutlicher das überwiegend Gemeinsame ihrer Religionen herausstellen sollen, ohne dabei auch die Unterschiede zu verdrängen.

Aiman Mazyek: „Wir müssen mit gemeinsamer Stimme deutlich machen, dass eine Grenzenlosigkeit und Alles-Geht-Ideologie gegen die Natur des Menschen ist, gegen die ökologische und ökonomische Vernunft.“

Auch die Rede des Papstes im Bundestag vom Vortag begrüßte der KRM, ‚weil sie unsere Abgeordnete an ihre Verantwortung vor Gott und den Menschen erinnerte und zurecht mahnte, dass sich politischer Erfolg in erster Linie im Mühen und in dem Willen zur Gerechtigkeit messen lassen muss“, so KRM-Sprecher Mazyek abschließend.

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Papst Benedikt XVI.: Standing Ovations im Deutschen Bundestag

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