Der Fluch von „Dirty Dancing“: Das geschah hinter den Kulissen

Am vergangenen Donnerstagabend war er erneut im TV zu sehen: Der Kultstreifen "Dirty Dancing" begeistert seit 1987 ganze Generationen von Fans. Doch die heile Kinowelt von einst hat tiefe Risse.

„Ich habe eine Wassermelone getragen“, sagt die 17-jährige Baby als sie zum ersten Mal auf Tanzlehrer Johnny trifft. Beschämt wendet sie sich ab. Kann selbst nicht verstehen, was da gerade in sie gefahren ist. Das moderne Märchen von Romeo und Julia, von zwei Menschen aus völlig unterschiedlichen Schichten, die eigentlich nicht zueinander finden dürfen, nimmt ihren Lauf.

Jahre hatte Drehbuchautorin Eleanor Bergstein gebraucht, um sechs Millionen Dollar für ihren Film, der mit „Mein Baby gehört zu mir!“ endet, zusammen zu kratzen. Niemand wollte ihr Lebenswerk, das voller autobiographischer Züge steckt, umsetzen. Selbst die Stars von „Dirty Dancing“ waren skeptisch. Patrick Swayze war mit „Fackeln im Sturm“ gerade sehr gut im Geschäft. Jennifer Grey wurde dank guter Beziehungen von Beginn an in prominenten Streifen wie „Ferris macht blau“ besetzt. Konnte das gutgehen? war die Geschichte nicht zu seicht?

Jennifer Grey und Patrick Swazye konnten sich nicht leiden

Es klappte! Über ein Jahr lang lief der Film allein in den deutschen Kinos. Teilweise sollen ihn Fans bis zu 100 Mal angesehen haben. Nach einer Fortsetzung und zahlreichen Bühnen-Adaptionen ist „Dirty Dancing“ noch heute als Musical präsent. Dass vieles, was im  Original zu sehen ist, so gar nicht geplant war, das wissen die wenigsten.

Da gibt es zum Beispiel die berühmte Szene, in der Baby zu Johnny ins Tanzstudio kommt. Lasziv kriechen beide irgendwann über den Boden, probieren sich aus, harmonieren perfekt in ihrem Playback zu „Love Is Strange“. Eigentlich war das so nicht vorgesehen. Jennifer und der ausgebildete Tänzer Patrick übten gerade zwischen dem Dreh. Doch das Team fand das Ganze so gelungen, dass die Sequenz am Ende doch im Film landete. Ganz ähnlich ist die Geschichte um eine weitere Kult-Szene, in der Johnny Baby sanft an der Innenseite ihres Arms herunterstreicht. Immer wieder muss das junge Mädchen während des Trainings lachen, kann sich einfach nicht konzentrieren. Dass Johnny am Ende völlig entnervt hinter ihr steht, ist alles andere als gespielt. Perfektionist Patrick hatte schlicht die Nase voll.

Auch Sarah Jessica Parker wollte Baby Houseman spielen

Übrigens, soll Jennifer ganz und gar nicht begeistert gewesen sein, als sie erfuhr, dass Patrick die Hauptrolle ergattert hatte. Beide kannten sich bereits aus einer früheren Produktion. Was vor der Kamera so harmonisch wirkte, erlosch, sobald der offizielle Teil vorbei war. Im Gespräch für seinen Part sollen übrigens auch andere bekannte Namen gewesen sein. Darunter zum Beispiel Val Kilmer und auch Billy Zane. Und auch für den Part von Baby Houseman gab es andere Interessentinnen. So soll darunter auch die mit „Sex and the City“ zur Kultdarstellerin avancierte Sarah Jessica Parker darunter gewesen sein.

Hier noch einmal einer der wohl berühmtesten Sätze der jüngeren Filmgeschichte:

Und hier der deutsche Trailer von damals:

Mehr hier:

“Dirty Dancing”: Baby und Johnny tanzen wieder

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