„2000 türkische Schüler brechen täglich die Schule ab“

Die ERG, eine türkische Bildungsreform-Initiative, macht das Parlament auf Probleme im Bildungssystem aufmerksam. In einem Bericht der Initiative heißt es, dass täglich 2000 Schüler in der Türkei die Schule abbrechen.

Die Bildungsreform-Initiative der Sabanci Universität (ERG) stellte fest, dass 40 Prozent der Mädchen zwischen 15 und 19 sowie 25 Prozent der Jungen in diesem Alter weder arbeiten, noch zur Schule gehen. Allein im ersten Halbjahr des Schuljahres 2008/2009 haben 360.000 Schüler die Schule abgebrochen, während es im zweiten Halbjahr 295.000 Abbrecher gab. Pro Tag sind das 2000 Schulabbrecher in der Türkei im Jahr. Schüler, die nach einem Abbruch erneut die Schule besuchen, haben große Probleme, entstandene Lücken zu schließen.

PISA-Studie: Türkei unter den schlechtesten OECD-Ländern

Die ERG machte in ihrem Bericht, den sie an das türkische Parlament schickte, auf die PISA-Ergebnisse der Türkei aufmerksam. Die Türkei gehört zu den OECD-Ländern mit den schlechtesten Ergebnissen. Die PISA-Studie von 2009 zeigte, dass 25 Prozent der 15-Jährigen nicht in der Lage sind, Texte richtig zu verstehen.

Die Experten bemängelten besonders die zu geringen Ausgaben des Landes für die Bildung. Lehrer seien ebenfalls nicht ausreichend ausgebildet. Nach der ERG-Studie gehört die Türkei zu den drei OECD-Ländern, in denen die Leistung der Schüler am stärksten von ihrem sozialen Hintergrund beeinflusst werden.

 

 

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