Wegen Krebs: Miriam Pielhau darf kein Kind adoptieren

Ganz gleich ob Melek Civantürk, Sylvie van der Vaart oder Andrea Kempter - sie alle teilen das Schicksal von Miriam Pielhau. Die jungen Frauen haben den Krebs besiegt, stehen nun wieder mitten im Leben. Doch das größte Glück wird zumindest der TV-Moderatorin Pielhau wohl verwehrt bleiben.

Das Trampeln kleiner Füße auf dem Parkett, Kinderlachen auf dem Spielplatz und das Gefühl, die ganze Welt umarmen zu wollen – Miriam Pielhau sehnt sich danach endlich eine Familie zu gründen. Tapfer hat die heute 36-Jährige gegen den Brustkrebs gekämpft und nach der furchtbaren Diagnose, die ihr die Ärzte im April 2008 stellten, den Kopf nicht in den Sand gesteckt.

Operation, Kräfte zeerende Chemotherapie: Das alles hat sie überstanden. Sie wollte leben! Heute gilt Miriam Pielhau als gesund. Der letzte Schritt zum ganz großen Glück könnte ihr jedoch verwehrt bleiben. „Eine Schwangerschaft ist nach meiner Krankheit und der Therapie ein großes Fragezeichen“, gesteht die attraktive Dunkelhaarige gegenüber der „Bild“. Sie und ihr Mann Thomas Hanreich, sie sind seit 2003 verheiratet, haben sie sich natürlich schon intensiv mit dem Thema Kinder beschäftigt.

Erst fünf Jahre nach der ersten Diagnose ist sie „geheilt“

Wenn der natürliche Weg ausfällt, bleibt doch noch die Adoption – sollte man meinen. Doch im Fall der TV-Moderatorin ist das gar nicht so einfach. „Nach meiner Erkrankung ist eine Inlands-Adoption für mich nicht mehr möglich“, klärt Miriam Pielhau weiter auf. Per Gesetz sei das zwar nicht so klar geregelt, aber es werde dem Ehepaar „irre schwer“ gemacht. Den Behörden gelte sie derzeit als „Hochrisiko“-Frau, die jederzeit wieder an Krebs erkranken könnte. „Das ist schon ziemlich gemein!“, zeigt sie sich enttäuscht. Niemand könne doch garantieren, dass eine gesunde Adoptivmutter nicht in einem, fünf oder zehn Jahren auch krank werde.

Dem Paar bleibt nun nur noch der Weg einer Auslands-Adoption. Und Miriam Pielhau ist weiter tapfer: Fünf Jahre nach der ersten Krebs-Diagnose gilt sie auch medizinisch als „geheilt“. „Das ist zum Glück nicht mehr so lang.“

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