Schläge bei der Super Nanny: Jugendamt schreitet ein

Am 14. September stockte vielen Zuschauern der Atem: In einer neuen Folge mit der "Super Nanny" mussten sie miterleben, wie eine Mutter ihr Kind vor laufender Kamera schlug. Der Vorfall hatte ein Nachspiel. Katia Saalfrank schaltete das Jugendamt ein.

Die 25-jährige Mutter, die von den Kameras des „Super Nanny“-Teams begleitet wurde, hatte die Kontrolle über ihre Situation offenbar völlig verloren. Immer wieder tat sie ihren kleinen Kindern körperliche Gewalt an. Die Kameras des Fernsehsenders dokumentierten schonungslos, was hinter verschlossenen Türen vor sich ging.

Katja Saalfrank wendet sich an das Jugendamt

Gegenüber „Bild“ erklärte Katja Saalfrank, selbst ausgebildete Diplom-Pädagogin und Musiktherapeutin, nun: „Hier herrschte eine schreckliche Atmosphäre, die Gewalt wurde schnell sichtbar und es war sofort klar, dass ich sofort das Jugendamt einschalten muss, um den Schutz der Kinder zu gewährleisten.“ Gesagt, getan: Der zuständige Jugendamtsleiter bestätigte später, dass durch die Aufzeichnung der RTL-Sendung der Fall eine gewisse Dynamik bekommen hätte, die letztlich dazu geführt habe, dass die Kinder in einer Pflegefamilie untergebracht worden seien und die Mutter sich auf eigenen Wunsch in stationärer psychiatrischer Behandlung befinde. Mutter und Kinder hätten keinen Kontakt. Wo die Kinder verbleiben, wird in den nächsten Wochen durch ein Jugendgericht entschieden.

Kontakt im April – Einschreiten erst im August

Doch hätte nicht sofort etwas passieren müssen, nachdem die „Super Nanny“ Alarm geschlagen hat? Katja Saalfrank sieht das jedenfalls so: „Nach Beendigung meiner Arbeit mit der Familie hat es Tage gedauert, bis das Jugendamt überhaupt einen Termin mit der Mutter vereinbart hat“, schildert sie die Verzögerung, die mit mehrfachen Kontaktaufnahmen durch ihr Team einher ging. Ihnen sei bereits im April erklärt worden, „dass sich die Familie in einer ‚Diagnostikphase‘ befinde und das Amt noch Zeit brauche“. Dann, im August, schritt die Behörde letztlich ein.

Hier die Vorschau auf die betreffende Sendung von Mitte September:

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