Dramatische Geburt am Straßenrand: Ärzte wiesen Frau ab

Eine Schwangere war in Großbritannien dazu gezwungen, ihr Kind am Rande einer Straße auf die Welt zu bringen. 45 Minuten zuvor wurde sie von den Ärzten des Krankenhauses abgewiesen. Begründung: Sie hätte keine Wehen.

Geburtswehen zu ertragen ist schlimm genug. Auch, wenn dies in einem Sicherheit gebenden Kreißsaal geschieht. Doch was einer jungen Mutter in Birmingham am vergangenen Samstag zugestoßen ist, sprengt jegliche Vorstellungskraft. Denn Sarah Bowskill wurde von den Ärzten und Hebammen des hiesigen Good Hope Hospitals einfach wieder nach Hause geschickt. 45 Minuten später brachte sie ihre kleine Tochter Lily May in einem Krankenwagen am Straßenrand zur Welt. Das berichtet die „Daily Mail“.

Baby wird nach Atemstillstand streng überwacht

„Was sie gerade spüren sind keine Wehen“, so die Überzeugung der Mediziner. Immer und immer wieder trichterten sie das der jungen Frau ein. Doch was sich dann abspielte, waren die wohl dramatischsten Minuten im Leben der zweifachen Mutter. Kurz nachdem das Baby geboren wurde, litt es unter akuter Atemnot. Das kleine Mädchen musste reanimiert werden. Mit Blaulicht wurde das Neugeborene von Sanitätern zurück ins Krankenhaus und auf die dortige Intensivstation gebracht. Sarah Bowskill, die bereits einen fünfjährigen Sohn namens Callum hat, ist noch immer in der Klinik. Lily May wird auf der Kinderstation streng überwacht.

Großmutter will gegen das Krankenhaus vorgehen

Die Großmutter der Kleinen, Yvonne Bowskill, ist außer sich und verlangt eine Untersuchung des Vorfalls. Sie kündigte an, einen Anwalt einzuschalten, da die Ärzte ihrer Meinung nach grob fahrlässig gehandelt hätten. Wie sie später berichtet, hätte ihre 31-jährige Tochter erstmals gegen halb acht Uhr morgens Kontraktionen verspürt. Den Hebammen erklärte sie, dass sie heftige Schmerzen hätte. Drei Stunden später waren diese so stark, dass sie kaum noch laufen konnte. Doch statt sie noch einmal zu untersuchen wurde sie um 10.45 Uhr nach Hause geschickt.

Yvonne, die die ganze Zeit bei ihrer Tochter war, sagte: „Sie wusste, dass sie Wehen hatte. Als wir im Krankenhaus ankamen war es so schlimm, dass sie nach Schmerzmitteln flehte. Doch die Hebamme war der Ansicht, dass sie ihr Baby heute nicht bekomme.“ Immer wieder hätten sie der werdenden Mutter erklärt, dass sie nicht in den Wehen läge. Obwohl sie kaum mehr laufen konnte, hätte sie nicht einmal einen Rollstuhl bekommen. „Kaum wieder zu Hause angekommen, erklärte sie mir: Mama, ich glaube, ich muss pressen.“ Darauf hin rief Yvonne den Notarzt. Mit Höchstgeschwindigkeit ging es in Richtung Krankenhaus. Doch sie schafften es nicht: Um 11.30 Uhr kam das Baby zur Welt. Doch dann das Schreckliche: Die Kleine hörte auf zu atmen. Es wird zu einem Kampf auf Leben und Tod.

Keine Entschuldigung durch das medizinische Team

Auch jetzt, Tage später haben Mutter und Großmutter von Seiten des Krankenhauses keine Entschuldigung erhalten. In den Augen der Großmutter wirkt das Ganze, als ob der Vorfall unter den Teppich gekehrt werden sollte. Für die Familie ist aus einem wunderschönen Ereignis die schlimmste Zeit ihres Lebens geworden. Das Baby hat immer noch Probleme mit der Sauerstoffversorgung. Die Ärzte sind ratlos. Lisa Dunn, Direktorin des Good Hope Hospital wollte sich zu dem Vorfall nicht weiter äußern. Sie bitten Sarah direkt mit ihr in Kontakt zu treten.

 

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