Deutsche Reallöhne in zehn Jahren um ein Viertel gesunken

Mit niedrigen Löhnen erhofft sich Deutschland Wettbewerbsvorteile im Export. Andere EU-Länder treibt Deutschland damit in die Euro-Krise.

Deutschland habe einen viel größeren Anteil an der Wirtschaftskrise als es den Anschein mache, so die Wirtschaftspublizistin Friederike Spiecker. Die deutsche Wirtschaft habe sich auf den Export fixiert und sei nur mit niedrigeren Löhnen in der Lage, wettbewerbsfähig zu bleiben: „Deutschland hält seine Inflationsrate trotz wachsender Produktivität künstlich durch Lohndumping niedrig und fegt dadurch die innereuropäische Konkurrenz vom Weltmarkt“, erklärt Spiecker gegenüber den „Deutschen Mittelstands Nachrichten“. Nur so könne Deutschland als „Euro-Saubermann“ dastehen.

Allein in den letzten zehn Jahren seien die Reallöhne der unteren Einkommensschichten um 25 Prozent gesunken. Die Binnenfrage bleibt dadurch weiterhin niedrig. Das EZB-Ziel von 2 Prozent unterschreitet Deutschland jährlich mit 1,5 Prozent. Andere europäische Länder werden vom deutschen Lohndumping stark beeinflusst. Vor allem südliche EU-Ländern können im Konkurrenzkampf nicht mithalten. Ihre Inflationsraten übersteigen die 2 Prozent-Grenze.

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