Erdogan: Falsche Übersetzung sorgt für Empörung

Israel und viele andere Länder sind empört über Erdogans Schätzung der Zahl von Palästinensern, die seiner Meinung nach Opfer israelischer Übergriffe wurden. Dabei handelte es sich allerdings nur um eine falsche Übersetzung.

Der türkische Ministerpräsident Erdogan war Gast in der amerikanischen TV-Show „Fareed Zakarias GPS“ auf CNN. Zu den angesprochenen Themen gehörte vor allem der Israel-Konflikt. Erdogan kritisierte, dass über eine große Zahl von Israelis, die durch palästinenische Angriffe ums Leben kämen, gesprochen werde. Es müsse genaue Zahlen über die Opfer geben, um diese Aussage treffen zu können. „10, 20, 100, 200? Wie viele?“, fragte er in die Runde. „Aber wir wissen, dass hunderte, tausende, zehntausende Palästinenser getötet wurden. Allein in Gaza waren es tausende“, ergänzte Erdogan.

Übersetzt wurde allerdings: „Wir wissen, dass hunderttausende Palästinenser getötet wurden.“ Das berichtet die türkische Zeitung „Zaman“. Eine Welle der Empörung durchfuhr weltweit die Medien. Ein Vergleich von 200 israelischen mit 100.000 palästinensischen Opfern sei nicht angebracht. Lieberman meinte, Erdogan unterstütze mit solchen Äußerungen den Terror. Netanjahu erklärte gegenüber der „Jerusalem Post“, die Anschuldigungen hätten nichts mit Fakten zu tun. „Ich bedaure, diese Aussagen vom Oberhaupt der Türkei zu hören“, so Netanjahu.

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