Gaserkundung vor Zypern: Türkei brüskiert EU

Trotz aller Warnungen hat das türkische Forschungsschiff "Piri Reis" mit seinen Arbeiten vor der Küste Zyperns begonnen. Die Suche nach Gas und Öl hatte Zypern bis jetzt für sich beansprucht. Die Türkei will die Energievorkommen in den Gewässern nicht den Zyprioten überlassen.

Das Forschungsschiff „Piri Reis“ wird bei seinen Sucharbeiten von Kriegsschiffen zum Schutz begleitet. Im östlichen Mittelmeer vor Nordzypern erkunde es nach Angaben der „Hürriyet Daily News“ seismische Aktivitäten. Das türkische Außenministerium erklärte, das Schiff werde so lange wie nötig die Forschungsarbeiten fortsetzen. Es werde jedoch nicht die Bohranlage des US-Unternehmens „Noble Energy“ anfahren. Dieses war zuvor von Israel und Zypern mit Probebohrungen beauftragt worden, was in der Türkei Empörung ausgelöst hatte. Auch die türkische Republik Nordzypern habe ein Anrecht auf Energievorkommen im östlichen Mittelmeerraum.

Nordzypern wird, außer in der Türkei, international nicht als Staat anerkannt. Die USA und Europa versuchten wiederholt, die Türkei von provokativen Schritten abzuhalten.

EU-Kommissar Stefan Füle erklärte im EU-Parlament am Dienstag, die türkische Politik gegenüber Zypern sei unverantwortlich. Die griechisch-zypriotische Seite warnte ihrerseits, den EU-Beitritt der Türkei zu blockieren, solange die türkische Regierung die Sucharbeiten nicht beende.

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