Missgeschick des Co-Piloten: Maschine schießt plötzlich Richtung Erde

117 Passagiere durchlebten vor einigen Wochen den blanken Horror. Wie erst jetzt bekannt wurde, raste ihr Flugzeug der Fluggesellschaft "All Nippon Airways" (ANA) am 6. September urplötzlich im Sturzflug in Richtung Erde. Der Co-Pilot betätigte versehentlich einen falschen Knopf.

Wohl alle der rund 120 Menschen an Bord dürften an ihr „letztes Stündlein“ geglaubt haben. Ohne Vorwarnung ging ihre Boeing, die sich  auf dem Weg von Südjapan nach Tokio befand, in den Sturzflug über. Wie die japanische Fluggesellschaft mittlerweile erklärte, hatte der Co-Pilot den Türöffner des Cockpits mit dem Knopf des Querruders der Maschine verwechselt. Eigentlich wollte er nur den Piloten, der kurz auf der Toilette war, wieder eintreten lassen.

Zwei Flugbegleiter verletzt, vier Passagiere übergeben sich

Doch dann raste die Boeing 737-700 fast 2000 Meter nach unten und drehte sich laut einem Bericht von aerotelegraph.com mitten über dem Pazifik halb um seine eigene Achse. Ernsthaft verletzt wurde offenbar niemand. Bisher ist die Rede von zwei Flugbegleitern, die sich leicht verletzt hätten und vier Passagieren, die sich übergeben mussten.

Die Luftfahrtaufsichtsbehörde hat inzwischen Ermittlungen eingeleitet. Auch die ANA hat reagiert. Gegenüber vier Angestellten, darunter der Firmenpräsident und Sicherheitschef, hat das Unternehmen eine Verwarnung ausgesprochen. Die Fluggesellschaft hat sich auch bei den Passagieren entschuldigt.

Auch Maschine von Qantas ging unvermittelt in den Sturzflug

Ein ähnlich dramatischer Zwischenfall ereignete sich Anfang des Jahres mit einer Boeing der australischen Fluggesellschaft Qantas. Auf dem Flug von Adelaide nach Melbourne war die Maschine unvermittelt in einen Sturzflug übergegangen. Atemmasken fielen aus der Decke. Die Piloten zogen die Boeing 737-400 in einem scharfen Manöver von fast 11.000 auf 3000 Meter hinunter. Ursache war jedoch kein Missgeschick, sondern ein Ausfall beider Klimaanlagen.

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