Türkei empfängt über 300 somalische Studenten

Weitere Hilfe für Somalia: Die türkische Hilfsorganisation Kimse Yok Mu konnte am vergangenen Mittwoch 309 somalische Studenten in der Türkei begrüßen. Die jungen Leute trafen am Morgen gemeinsam mit Vertretern der Organisation und dem somalischen Erziehungsminister Ahmet Eydid İbrahim am Atatürk Flughafen in Istanbul ein.

Nach der Ankunft bedankte sich Minister İbrahim bei der türkischen Bevölkerung und der Regierung für ihre Unterstützung und stellte noch einmal heraus, wie notwendig Bildung für Somalia wäre. Kimse Yok Mu habe bereits viel für sein Land getan und er hoffe, dass dies auch in Zukunft der Fall sein werde.

Auch Mevlüt Özkişi, Sprecher der Hilfsorganisation, ist der Meinung, dass das von Hunger und Dürre gebeutelte Land nachhaltige Hilfe benötige. Aus diesem Grunde hätte man auch 309 Studenten in die Türkei gebracht. Diese seien, so beschreibt Özkişi weiter, nach ihrer Landung in der Millionenstadt überglücklich gewesen. Ihnen sei bewusst, mit der Ausbildung, die sie hier erhalten, könnten sie eines Tages, wenn sie ihre Studien abgeschlossen haben, in ihrem Heimatland viel erreichen und wesentlich zu dessen Fortschritt beitragen.

Erdoğan will bis zu 500 somalischen Studenten helfen

Nach Angaben von Özkişi seien bereits 49 Studenten in die Türkei gereist. Der türkische Premier Recep Tayyip Erdoğan hat sich zum Ziel gesetzt insgesamt 500 somalischen Kommilitonen unter die Arme zu greifen. Eine unter ihnen ist Nesra El Hüseyin. Die junge Frau freut sich sehr endlich in der Türkei zu sein. Nach ihrem Abschluss möchte sie gerne in Somalia als Ärztin arbeiten. Sie und ihre Mitstreiter kommen aus insgesamt sieben somalischen Städten.

Der universitäre Austausch ist Teil eine großangelegten Hilfsprogramms der Türkei für Somalia. Das Land leidet an der schlimmsten Dürrekatastrophe der vergangenen 60 Jahre. Bisher haben die türkische Bürger rund 500 Millionen TL für die Hilfsbedürftigen gesammelt und Nahrungsmittel für zwölf Millionen Somalier, Kenianer, Äthiopier und Dschibuti geliefert.

Das UN-Flüchtlingswerk hat die Situation in Ost-Afrika kürzlich zur einer der „schlimmsten humanitären Krisen der Welt“ erklärt und weitere internationale Organisationen zur Hilfe aufgefordert.

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