Zypern: Spannungen mit Türkei drohen zu eskalieren

Aufgrund des Streits um die Ölvorkommen vor Nordzypern im östlichen Mittelmeer schreitet der Streit zwischen dem griechisch-zypriotischen Teil von Zypern und der Türkei weiter voran.

Fast schien es, als könne eine Einigung im Zypern-Konflikt erreicht werden. Der türkische Vizeminister Bülent Arinç erzählte von einem Telefongespräch zwischen Erdoğan und Papandreou, indem dieser gesagt habe, er hätte nichts gegen türkische Bohrungen, solange die Türkei von provokativen Manövern absehe. Das betreffe auch Bohrungen in denselben Zonen.

Der griechische Regierungssprecher Ilias Mossialos stritt die Gespräche ab. So eine Übereinkunft habe es nicht gegeben. Gerüchte über Verhandlungen wies er ebenfalls zurück. Nur nach Erfüllung bestimmter Kriterien durch die Türkei könne es Verhandlungen geben, so Mossialos. Die USA hoffen dagegen auf eine Einigung. Sprecherin des US-Außenministeriums Victoria Nuland erklärte: „Wir wollen, dass die Energievorkommen der Insel zwischen beiden Nationen geteilt werden.“

Die griechisch-zypriotische Seite von Zypern im Süden der Insel hatte in der vergangenen Woche mit Bohrungen im östlichen Mittelmeer vor der Küste Nordzyperns begonnen. Die Türkei versuchte daraufhin, die Rechte der türkischen Seite Zyperns zu verteidigen und entsendete ein Forschungsschiff. Die „Piri Reis“ ist seit Donnerstag unweit der zypriotischen Bohrstelle und führt Sucharbeiten durch. Die EU betrachtet die Ereignisse mit großer Sorge.

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