Penicillin aus Österreich: Ein Lieferant legt ganz Australien lahm

Die Sandoz GmbH im österreichischen Kundl sieht sich derzeit mit einer unerwartet hohen Nachfrage an Benzylpenicillin konfrontiert. Die Folge: Da der gesamte Bedarf Australiens an injizierbarem Penicillin aus Österreich stammt, muss dort jetzt rationiert werden.

In Down Under stellt man sich dank immer knapper werdender Vorräte für die nächsten drei Monate bereits auf massive Engpässe ein. Wie es zu dieser Situation kommen konnte, die zudem so auch nicht vorhersehbar gewesen sein soll, dazu machte das Unternehmen bisher keine Angaben.

Sandoz GmbH rechnet mit Entspannung der Lage

Die australischen Behörden versuchen unterdessen zu beruhigen und verweisen auf alternative Medikamente. Und auch in Kundl arbeitet man derzeit daran, die Produktionskapazitäten auszubauen. Doch obwohl der Hersteller dort das Medikament für die gesamte „westliche Welt“ produziert, will er nach eigenen Angaben weiterhin auf den Standort setzen. Neue Produktionsstätten für das wichtige Medikament sollen derzeit nicht eingerichtet werden. Man rechnet mit einer Entspannung der Lage.

Benzylpenicillin gilt als eine sehr einfache und billige Peinicillin-Variante. Per Injektion kann der Stoff gegen eine Vielzahl von Krankheiten zum Einsatz kommen. Australische Krankenhäuser bevorzugen das Präparat wegen seiner leichten Dosierbarkeit.

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