Immer mehr Kritik an Schavan wegen 150.000 Euro-Flug

Die Kritik der Opposition an Annette Schavans Flug mit Flugbereitschaft zu einem Besuch bei Papst Benedikt XVI. reißt nicht ab.

Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) war am 30. März dieses Jahres für einen Kurztrip zu einer Papst-Audienz nach Rom geflogen und hatte dafür die Flugbereitschaft der Bundeswehr in Anspruch genommen. Wie der „Spiegel“ berichtet, müssen die Steuerzahler für die Flüge rund 150.000 Euro berappen. Das Verteidigungsministerium erklärte die Summe als zu hoch, legte sich aber auf keine geringere Summe fest.

„Frau Schavan sollte die Angelegenheit dem Papst beichten“

SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann äußerte in der „Bild am Sonntag“ scharfe Kritik an der Praxis von Schavan: „Das ist Frömmigkeit auf Kosten der Steuerzahler. Frau Schavan sollte – auf eigene Kosten – noch einmal zum Papst fliegen und die Angelegenheit beichten.“ Die Grünen wollen Schavan im Haushaltsausschuss vorladen.

Das Bildungsministerium hatte die Kritik zurückgewiesen, das Flugzeug nur wegen dem Papstbesuch genutzt zu haben. Auch weitere wichtige Termine hätten auf ihrem Programm gestanden, wodurch der Einsatz der Maschine gerechtfertigt sei. Schavan soll nach Angaben der „Bild“ bereits vor drei Jahren einen teuren Hubschrauber der Flugbereitschaft genutzt haben.

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