Troika: Griechenland muss auf Geld länger warten

Die sogenannte Troika braucht mehr Zeit für die Überprüfung der griechischen Sparanstrengungen als geplant. Aufgrund dessen wird sich Athen noch etwas gedulden müssen, bevor es die nächsten Hilfsgelder ausgezahlt bekommt.

Ursprünglich hatte die Troika, bestehend aus Wirtschaftsprüfern aus EU, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank, beabsichtigt, noch vor dem Treffen der EU-Finanzminister am 13. Oktober einen Bericht über die aktuelle Haushaltslage des hoch verschuldeten Landes am Mittelmeer zu erstellen. Nun hat sie jedoch mitgeteilt, dass dieser Zeitplan nicht einzuhalten sei.

Pleite Griechenlands droht in „zweiter Novemberwoche“

Griechenland wartet auf die Überweisung der dringend benötigten nächsten Rate in Höhe von acht Milliarden Euro, um einer drohenden Staatspleite zu entgehen. Diese droht ohne Unterstützung des Landes laut dem belgischen Finanzminister Didier Reynders schon in der „zweiten Novemberwoche“.

Doch die nächste Tranche wird nach der Verschiebung frühestens im November ausgezahlt werden können. Das teilte Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker nach einem Treffen der Euro-Finanzminister in Luxemburg mit. Das Treffen derselbigen am 13. Oktober wurde abgesagt. Eine Insolvenz Griechenlands oder ein Austritt aus der Eurozone steht laut den Worten Junckers nicht zur Debatte.

Haushaltsdefizit fällt stärker aus als erwartet

Am Sonntag hatte die griechische Regierung verkündet, man rechne mit einem Haushaltsdefizit von 8,5 Prozent des BIP statt der angestrebten 7,4 Prozent für 2011. Auch für 2012 erwarte man 6,8 Prozent anstatt der zuerst angestrebten 6,5 Prozent. Vor dem Parlament in Athen war es am Montag erneut zu Protesten gegen den Sparkurs der Regierung und zu mehreren Rangeleien mit der Polizei gekommen.

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