Amanda Knox ist frei: Amerikaner atmen auf!

Unter Tränen hatte die US-Studentin Amanda Knox in ihrem Schlusswort vor einem Berufungsgericht in Perugia ihr Unschuld beteuert. Jetzt, zwei Jahre nach ihrer Verurteilung wegen Mordes an ihrer Zimmergenossin Meredith Kercher, wurde sie freigesprochen.

Als das Urteil verkündet wurde, brach die 24-Jährige, die von den Medien in der Vergangenheit immer wieder als „Engel mit den Eisaugen“ bezeichnet wurde, erneut in Tränen aus. Auch ihr einstiger Freund Raffaele Sollecito wurde vom Gericht freigesprochen. Die Richter waren nun der Ansicht, dass das Paar die brutale Tat vom November 2007 nicht begangen hätten.

Wichtige DNA-Spuren erwiesen sich als unbrauchbar

Ursprünglich wurden Amanda Knox und Raffaele Sollecito im Jahr 2009 zu 26 beziehungsweise 25 Jahren Haft verurteilt worden. Das Pärchen soll die junge Britin bei gemeinsamen Sexspielen bestialisch ermordet haben. Jetzt, vier Jahre später, die Wende. Der Vorsitzende Richter Claudio Hellmann betonte in seiner Urteilsbegründung, dass sie keinesfalls aus Mangel an Beweisen zu diesem Schluss gekommen sei. Gut zehn Stunden hatten zwei Richter und sechs Geschworene beraten. Einst vorgelegte Beweise, wie DNA-Spuren hatten sich im Laufe des Verfahrens als unbrauchbar erwiesen. In ihrem bewegenden Schlusswort appellierte Knox, die bereits vier Jahre in einem italienischen Gefängnis verbracht hat, zuvor neun Minuten lang noch einmal: „Ich will nach Hause! Ich bin unschuldig. Ich will meine Zukunft nicht für etwas verlieren, das ich nicht getan habe.“

Nachdem die Nachricht nach draußen vor das Gerichtsgebäude drang, spielten sich dort chaotische Szenen ab. Die Menge war zwiegespalten. Rufe der Erleichterung durchsetzten sich immer wieder mit Schreien des Ensetzens.

Lediglich Verurteilung wegen falscher Verdächtigung

Amanda Knox musste nach Anordnung des Gerichts sofort aus der Haft entlassen werden. Ihre Familie und enge Freunde, die während der Verhandlung anwesend waren, schlossen sie weinend in die Arme. Das Gericht verurteilte Knox lediglich wegen falscher Verdächtigung des kongolesischen Barmannes Patrick Lumumba. Dafür bekam sie drei Jahre Gefängnis, die sie bereits abgesessen hat. Noch in der Nacht soll es mit einem Privatjet von Rom aus zurück nach Seattle gegangen sein.

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Amanda Knox: Rühren Tränen des “eiskalten Engels” die Richter?

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