Özil schwach: Vertreibt Kaká ihn vom Stammplatz?

Nach einem nicht ganz so glanzvollen Auftritt am Wochenende in der spanischen Liga hat die dort ansässige Presse Mesut Özil kritisiert. Der lange verletzte Brasilianer Kaká - Özils größter Konkurrent bei Real Madrid - hingegen wird immer stärker.

Vor dem bevorstehenden Spiel der Türkei gegen Deutschland am Freitag ist Real Madrids Mittelfeldspieler Mesut Özil unter besonderer Beobachtung in Deutschland. Im Nationalteam von Jogi Löw gilt der Deutsch-Türke als gesetzt.

Aber auch in Spanien bei Real Madrid wird seine Leistung kommentiert – die im Moment wohl angeblich nicht zum Besten steht. Die spanische Sportzeitung „Marca“ etwa schreibt, vom deutschen Nationalspieler sei während des Spiels gegen Espanyol Barcelona am Wochenende nicht viel zu sehen gewesen. Sie spricht von einem  „Özil, der fast unbemerkt blieb, und Kaká, der sehr schnell Fortschritte macht.“

Vater von Özil: „Bei Madrid arbeiten sie nicht für Özil“

Auch auf „El Larguero“, einer sehr angesehenen spanischen Radiosendung auf „Cadena SER“, dem größten und ältesten Radiosender in Spanien, war zu hören, seitdem Kaká in den letzten Spielen wieder aufgetreten sei, wären die Leistungen von Özil eher dürftig. Vielleicht sind die Journalisten aber auch einfach derzeit etwas zu sehr verwöhnt von den in den letzten Wochen sehr ansprechenden Leistungen des Rekordmeisters. Denn wohlgemerkt: Das Spiel, in dem Özil so scharf kritisiert wird, hatte Real Madrid gegen Espanyol Barcelona mit 4:0 gewonnen!

Auch wenn Özil in den ersten acht Pflichtspielen dieser Saison tatsächlich noch nicht getroffen hat, muss dies keine Krise bedeuten. Mit der ein oder anderen Torvorlage konnte er bereits glänzen. Özils Vater Mustafa beklagte sich gegenüber der „Welt am Sonntag“ im Interview: „Schauen Sie doch mal, wie der FC Barcelona spielt. Da arbeiten zehn Mann für den Spielmacher Lionel Messi. Bei Real Madrid ist Mesut zwar auch die Nummer zehn, aber die anderen arbeiten nicht für ihn. Mesut läuft zwischen zwölf und 14 Kilometer pro Spiel, holt sich hinten die Bälle und verteilt sie vorne. Das kostet auf Dauer viel Energie.“

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