Streit um Gas: Türkei lässt Vertrag mit Russland auslaufen!

Die Türkei macht ihre Drohung im Streit mit dem russischen Unternehmen Gazprom wahr. Der türkische Energieminister Taner Yildiz ließ verkünden, dass die Türkei ihren Vertrag mit Gazprom, der zum Jahresende ausläuft, nicht mehr verlängern werde.

Gazprom war nicht auf die Forderung der Türkei, die Erdgaspreise zu senken, eingegangen. Als Konsequenz drohte die Türkei mit der Auflösung des Vertrags. Am 31. Dezember 2011 endet der Vertrag des staatlichen Konzerns BOTAS mit Gazprom und soll nun nicht mehr verlängert werden. Das erklärte Energieminister Taner Yildiz am Wochenende in Ankara. Seit 1986 bezieht die Türkei einen Großteil ihres Erdgasbedarfs aus Russland. Forderungen nach einer Senkung der Preise kamen auf, nachdem Gazprom ab Juli Italien aufgrund eines Gerichtsurteils günstiger mit Erdgas belieferte.

„In den letzten 29 Monaten sind die Erdgaspreise um 39 Prozent gestiegen. Für den Verbraucher bedeutete das eine Erhöhung der Gaspreise um 15 Prozent und der Strompreise um 10 Prozent“, sagte Yildiz den Journalisten vor dem türkischen Parlament in Ankara. Er betonte, dass dies die Beziehungen zu Russland nicht beeinträchtigen werde.

„Gazprom“ will türkische Privatunternehmen beliefern

Gazprom nahm zu den Entwicklungen am Montag Stellung. Auch wenn der Vertrag nicht verlängert werde, sei das Unternehmen weiterhin an der Zusammenarbeit mit türkischen Partnern interessiert. Alexander Medwedew, Generaldirektor der Exportgesellschaft Gazpromexport erklärte, Gazprom sei offen für die Zusammenarbeit mit privaten türkischen Unternehmen. Russland wisse, dass die Türkei einen hohen Bedarf an Erdgas habe, meldete die russische Nachrichtenagentur RIA.

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