Iran kritisiert Türkei für Raketenschild

Der iranische Präsident Ahmadinedschad glaubt, das NATO-Abwehrschild sei in der Türkei nur zum Schutz Israels stationiert worden. Die Türkei kritisierte er für diesen Schritt.

Der iranische Regierung kritisierte die Türkei für das Raketenabwehrsystem der NATO in der türkischen Provinz Malatya. „Unseren türkischen Freunden haben wir erklärt, dass die Entscheidung nicht richtig war und ihnen nur schadet“, sagte Ahmadinedschad am Dienstag gegenüber dem staatlichen Fernsehen des Iran.

Im September wurde in Malataya ein NATO-Abwehrsystem stationiert. Ziel des Projekts ist die Kontrolle der militärischen Aktivitäten im Iran. Das iranische Außenministerium hatte erklärt, das System werde zu Spannungen und Konsequenzen führen. Das Pentagon kündigte an, das Frühwarnsystem in Malatya solle schon Ende 2011 gestartet werden. Nun äußerte sich der iranische Präsident zu dem NATO-Projekt in der Türkei im Fernsehen.

Ahmadinedschad sieht in den NATO-Plänen lediglich die Interessen Israels vertreten. „Das Abwehrschild hat das Ziel, das zionistische Regime zu beschützen“, so Ahmadinedschad. Wenn Israel eines Tages den Iran attackiere, wolle man einen Gegenangriff verhindern, meint Ahmadinedschad. Das sei der einzige Grund gewesen, das Abwehrschild in Malatya zu stationieren. Malatya liegt ungefähr 700 Kilometer westlich der iranischen Grenze.

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