WikiLeaks-Gründer Assange lobt türkische Medien

Julien Assange hat am Mittwoch an einer Videokonferenz der "Yeni Medya Düzeni Konferansi 2011" zum Thema neue Medien in der Türkei teilgenommen. Er lobte die Türkei für die Errungenschaften der vergangenen Jahre.

Seine Rede begann WikiLeaks-Gründer Julien Assange mit den Worten: „Wenn ich nicht unter Hausarrest stehen würde, wäre ich gern in der Türkei.“ Gegen Assange laufen einige Ermittlungsverfahren, darunter eines wegen sexueller Nötigung, in Schweden. Zurzeit befindet er sich in Großbritannien unter Hausarrest. Seine Anhänger glauben, die Beschuldigungen würden vorgeschoben, um seine Arbeit bei der Enthüllungsplattform WikiLeaks, die geheime Dokumente veröffentlicht, zu unterbinden. Assange betonte die außerordentliche Entwicklung der Türkei in vielen Bereichen. Gegenüber den USA und Europa nehme die Türkei jetzt eine stärkere politische Position ein: „Es ist kein Land mehr, das einfach nur Befehle ausführt“, so Assange auf der Konferenz.

Assange: Türkische Presse steht den übrigen in nichts nach

Assange ging im Weiteren auf die Situation der Presse ein: „Im Vergleich zu der Presse der westlichen Welt müssen sich die türkische Medien für nichts schämen. Natürlich gibt es innerhalb der Türkei beschämende Zustände, wie die Inhaftierung von kurdischen Journalisten. Vergleicht man das mit falschen Propheten wie der ‚New York Times‘, ‚The Guardian‘, ‚El Pais‘ oder ‚Fox News‘, erscheinen die türkischen Medien stärker und standfester.“

Die „Yeni Medya Düzeni Konferansi 2011“ (dt. Konferenz zur neuen Medienordnung 2011) wird zum zweiten Mal von der Dogus Media Gruppe in Istanbul veranstaltet. Die Ankündigung von Julien Assange als Redner sorgte für großes Aufsehen. Sein Vortrag endete mit stehenden Ovationen. Die Konferenz strahlte der türkische TV-Sender „NTV“ aus.

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