Ehemalige Dopingsünder dürfen wieder zu Olympia!

Wenn es nach dem Willen des Internationalen Sportgerichtshof (Cas) geht, dann könnten einstige Dopingsünder wie die Eisschnellläuferin Claudia Pechstein künftig wieder schneller an Olympischen Wettkämpfen teilnehmen. In einem wegweisenden Urteil entschied das Gericht nun gegen das Internationale Olympische Komitee.

Nach dem Urteil des Cas dürfen einstige Dopingsünder nun nach Ablauf ihrer Sperre wieder aktiv am Wettkampfgeschehen teilnehmen und müssen keine längere Pause einlegen. Zugrunde lag der Entscheidung der Fall des einstigen Dopingsünders LaShawn Merritt, der bei den Olympischen Spielen 2012 in London starten will.

Dem entgegen stand bisher die so genannte Osaka-Regel des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die nach Ansicht des Nationalen Olympischen Komitees der USA eine Doppelbestrafung der Sportler darstelle und dementsprechend unzulässig sei. Jetzt stellte der Cas fest: Die Osaka-Regel widerspricht den Bestimmungen des Wada-Codes und somit auch den IOC-Statuten.

Claudia Pechstein will eine zehnte Olympia-Medaille

Der Osaka-Regel zu Folge dürfen Athleten, die mehr als sechs Monate wegen Dopings gesperrt waren, eigentlich nicht an den folgenden Olympischen Sommer und -Winterspielen teilnehmen. LaShawn war im April 2010 positiv getestet worden und insgesamt 21 Monate gesperrt. Die Eisschnellläuferin Claudia Pechstein war im Februar 2009 für zwei Jahre ausgeschlossen worden. Die fünfmalige Olympiasiegerin, wurde bei der Mehrkampf-WM am 7. Februar 2009 in Hamar positiv getestet. Die Sportlerin zeigte sich von der jetzigen Entscheidung begeistert: „Ich bin total glücklich. Jetzt ist der Weg frei für meine zehnte Olympia-Medaille.“

Pechstein vor zwei Jahren zu ihrer Doping-Sperre:

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