Türkischer Außenminister: Ressourcen gehören allen Zyprioten

Die Türkei unterstützt Friedensverhandlungen auf Zypern. Die Situation zwischen Nord- und Südzypern scheint sich allmählich zu entspannen. An ihrer Forderung, die Energievorkommen vor Zypern zu teilen, hält die Türkei weiterhin fest.

„Wir sind an einem historischen Wendepunkt in Zypern“, erklärte der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu nach einem Treffen mit seinem türkisch-zypriotischen Amtskollegen Hüseyin Özgürgün. Die Friedensverhandlungen zur Wiedervereinigung Nord- und Südzyperns mit der UN als Vermittler liefen weiter. Die türkisch-zypriotische Seite bemühe sich um einen beständigen Frieden auf der Insel.

Türkei unterstützt Friedensverhandlungen auf Zypern

Zu dem Konflikt über die Energievorkommen vor der Küste Zyperns sagte Davutoglu erneut, die Ressourcen müssten gerecht geteilt werden. Nach internationalem Gesetz sei es nicht erlaubt, mit Bohrungen vor Beendigung der Verhandlungen zu beginnen, so Davutoglu. Özgürgün habe ihn in dem Treffen auf den neuesten Stand der Verhandlungen gebracht. Die Türkei unterstütze die Gespräche.

In den vergangenen Wochen hörte sich das ganz anders an. Die Türkei war empört über Probebohrungen, die von einer israelischen und einer US-Firma im Auftrag Südzyperns durchgeführt wurden. Die Türkei sah das als Provokation und reagierte mit eigenen Sucharbeiten. Seit Ende September untersucht ein türkisches Forschungsschiff seismische Aktivitäten unweit der griechisch-zypriotischen Bohrungen.

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