Proteste gegen Banken in USA weiten sich aus

Die Proteste gegen grassierende Armut und die Verantwortlichen der Finanzkrise in den USA weiten sich immer mehr aus. Am Donnerstag gingen in New York, Washington, Los Angeles und Houston Tausende Menschen auf die Straße.

Zwar waren es in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington gerade einmal 500 Demonstranten, die sich in der Nähe des Weißen Hauses und dem Finanzministerium erstmals versammelten, doch könnte ihre Zahl in den kommenden Tagen und Wochen durchaus anwachsen. Zu groß ist die Verbitterung vieler Menschen über die Wirtschaftspolitik der Vereinigten Staaten und die Banker der Wall Street. Sogar von einer „Revolution“ auf der Straße ist bereits die Rede. Beobachter berichten allerdings eher von einer festlichen Stimmung. Viele hätten ihre Babys dabei gehabt.

Auch in Salt Lake und in Anchorage, der Hauptstadt Alaskas, äußerten Demonstranten ihre Unzufriedenheit. Nicht wenige addressierten ihren Ärger auch an die Obama-Regierung, der sie vor allem Untätigkeit und mangelnde Führung in diesen schweren Zeiten vorwerfen.

Armut, niedrige Renten, Studiengebühren, Afghanistan

In New York, wo die Proteste unter dem Motto „Occupy Wall Street“ vor drei Wochen begonnen hatten, und wo auf der Brooklyn Bridge am Wochenende über 700 Personen festgenommen worden waren, wurden etwa 5.000 Menschen gezählt. Andere Quellen sprechen von 8.000-12.000 Demonstranten. Andere Themen, welche die Protestler anprangern, sind der am Freitag auf den Tag genau zehn Jahre andauernde Krieg in Afghanistan, zu hohe Studiengebühren, niedrige Renten und generell die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich.

Unterstützt werden die Demonstranten mittlerweile auch von mehreren großen Gewerkschaften. Einige Politiker der Demokraten, so auch Barack Obama selbst, äußerten Verständnis für die Wut der Menschen.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.