Arda Turan: In der Türkei ist ein Sieg gegen Deutschland möglich

Die Deutschen haben sich bereits die EM-Qualifikation gesichert. Die Türkei kämpft noch um den zweiten Platz in ihrer Gruppe. Selbst bei einem Sieg gegen Deutschland wird es für die Türken schwer.

Die Türken stehen am Freitagabend mit dem Rücken zur Wand. Sollten sie verlieren, ist der Traum von der EM vermutlich aus. Sie müssen gewinnen oder wenigstens Unentschieden spielen, um sich beim letzten Gruppenspiel gegen Aserbaidschan zu qualifizieren. Ansonsten bleibt ihnen nur eine sehr geringe Chance. Im Moment liegt die Türkei bei noch zwei ausstehenden Spielen zwei Punkte vor Belgien. Während Belgien am Abend gegen Kasachstan spielt, müssen sie an ihrem letzten Spieltag ebenfalls noch gegen Deutschland antreten.

Das Hinspiel gegen Deutschland war schon eine große Enttäuschung. Im Oktober vergangenen Jahres verlor die Türkei in Berlin 3:0. Der deutsche Nationaltrainer Jogi Löw spricht trotzdem von einem schweren Spiel. Dem türkischen Sender „NTV“ sagte er, die türkische Nationalmannschaft habe beim Hinspiel nicht ihr ganzes Potenzial ausgeschöpft. Besonders Arda Turan könne gefährlich werden. Er sei ein Spieler, der das Ergebnis des Spiels stark beeinflussen könne.

Guus Hiddink gibt sich realistisch

Dieses Mal soll alles anders werden. Das meint auch der Trainer der türkischen Nationalmannschaft Guus Hiddink. „Im Vergleich zum Spiel in Berlin ist es jetzt eine andere Situation, eine andere Umgebung, andere Spieler und das Wichtigste ist, wir haben dieses Mal eine viel konkurrenzfähigere Mannschaft“, erklärte Hiddink am Donnerstag dem Sportkommentator Ridvan Dilmen bei „NTV“. Doch er vermied es auch, den türkischen Fans zu viel Hoffnung zu machen: „Es gibt drei Möglichkeiten. Gewinnen, gegen Deutschland ist das schwer. Unentschieden spielen, das könnte sein. Verlieren, das will keiner von uns.“ Hiddink ist der Meinung, dass die Öffentlichkeit sich zu sehr auf Özil versteife. Schweinsteiger könne ebenfalls sehr gefährlich werden.

Mesut Özil und Arda Turan drohen Buhrufe

Mesut Özil geriet kürzlich in die Schlagzeilen, weil die türkische Zeitung „Radikal“ berichtete, er wolle eigentlich nicht am Türkei-Deutschland-Spiel teilnehmen. Im Hinspiel wurde er von den türkischen Fans ausgebuht, da er sich entschieden hatte, für die deutsche Nationalmannschaft zu spielen. Löw dementierte die Berichte. Özil habe betont, dass er, trotz seiner Verletzung, unbedingt mit nach Istanbul wolle. Ob er tatsächlich auflaufen wird, ist noch unklar. Beim Spiel am Freitag drohen nicht nur Özil Buhrufe. Auch Arda hat sich kürzlich mit der Aussage, in Spanien werde er mehr wertgeschätzt, unbeliebt gemacht. Arda Turan spielt zurzeit für Atlethico Madrid.

Nationalspieler Burak Yilmaz meint: „Wir haben sehr talentierte Spieler. Wir haben die Kraft, jeden überall zu schlagen.“ Arda denkt darüber ähnlich. Für ihn ist der Austragungsort jedoch entscheidend: „Wenn wir in der Türkei spielen, können wir jede Mannschaft auf der Welt schlagen.“

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