Evangelische Kirche macht Ernst: Disziplinarverfahren gegen Fliege

Die Evangelische Kirche hat ein Disziplinarverfahren gegen Jürgen Fliege wegen des Verdachts auf Verletzung seiner Amtspflichten eingeleitet. Der Grund sind diverse Äußerungen des Ex-TV-Pfarrers sowie dessen Vermarktung seiner "Fliege-Essenz".

Dass Fliege 95 Milliliter eines von ihm geweihten Wunderwässerchens für 39,95 Euro verkauft, hatte in den vergangenen Wochen für Kritik insbesondere der Hamburger Sektenexpertin Ursula Caberta gesorgt, die Fliege als „Esoteriker“ betitelte.

Ebenso irritierte ein Text des Popliteraten Benjamin von Stuckrad-Barre die Anhängerschaft von Fliege. Dessen von Stuckrad-Barre festgehaltene Äußerung, „Gott, Kirche und so, das sei ‚erst mal scheißegal'“ kam bei vielen nicht so gut an. Fliege rechtfertigte sich am Freitag damit, der Journalist habe sein „Vertrauen missbraucht“, indem er dies niedergeschrieben habe.

Den Vorwurf aus der Kirche, Fliege würde den Segen Gottes verkaufen, konterte er am Freitag in einem Statement gegenüber der dpa mit bemerkenswerter Offenheit: „Der Segen Gottes ist kostenlos. Das Weitergeben des Segens durch die Kirche aber nicht. Segen ist in meiner Kirche selbstverständlich käuflich zu erwerben, auch wenn es ihr schwer fällt, das zu sehen und dann dazu zu stehen“.

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